
Immobilien Facebook Ads für die Objektakquise: welches Setup Verkäufer-Leads bringt, wie du die Lead-Qualität sicherst und was dein Budget verbrennt.
Kurz gesagt: Immobilien Facebook Ads sind bezahlte Anzeigen auf Facebook und Instagram, die beide über Meta laufen. Für die Objektakquise ist das Ziel nicht der Käufer, sondern der Verkäufer-Lead: ein Eigentümer, der ans Verkaufen denkt. Aus der Praxis von Maze & Friends aus Wien funktionieren lokaler Bezug in Bild und Text, ein Einstieg über den Wert und schnelles Nachfassen. Budget verbrennt, wer Beiträge bewirbt und Leads nicht qualifiziert.
Du hast einen Beitrag beworben oder eine „Leads“-Kampagne geschaltet. Es kamen sogar Anmeldungen – ein paar Dutzend Formulare für kleines Geld. Dann hast du telefoniert: die Hälfte falsche Nummer, der Rest wollte nur wissen, was die eigene Wohnung theoretisch wert ist – null Verkaufsabsicht. Ergebnis: Budget weg, kein einziger Alleinvermittlungsauftrag. Bleibt der Verdacht, dass „das mit Facebook“ für Makler eben nicht funktioniert.
Der Verdacht ist verständlich, aber falsch. Fast immer liegt es am Setup: ein falsches Kampagnenziel, eine zu breite Zielgruppe, ein Formular ohne Filter und niemand, der systematisch nachfasst. Dieser Artikel zeigt dir, wie ein Akquise-Setup aussieht, das planbar Verkäufer-Leads bringt, und was dein Geld verbrennt. Nüchtern und ohne Wunder-Framework.
Ein paar Begriffe vorab, weil hier viel durcheinandergeht. Facebook und Instagram gehören beide zu Meta und laufen über dasselbe Werbesystem, den Meta Werbeanzeigenmanager. Wenn von „Immobilien Facebook Ads“, „Makler-Facebook-Werbung“ oder „Immobilien-Leads über Meta Ads“ die Rede ist, ist im Kern dasselbe gemeint: gezielte Anzeigen an Menschen, die gerade nicht aktiv suchen, aber ins Raster passen.
Anders als bei Google, wo jemand aktiv „Haus Wert Ort“ tippt, unterbrichst du auf Meta den Feed von jemandem, der eigentlich Urlaubsfotos anschaut. Klingt nach Nachteil, ist bei der Objektakquise aber der Hebel: Du erreichst den passiven Verkäufer – den Eigentümer, für den „irgendwann verkaufen“ bisher nur ein vager Gedanke war.
Jetzt die wichtigste Unterscheidung des ganzen Artikels. Als Makler hast du zwei Motoren:
Dieser Artikel dreht sich ausschließlich um Motor eins – weil dort die Marge liegt. Ein Mandat bringt in der Regel eine hohe Provision; dein erlaubter Preis pro Lead ist also hoch, solange die Leads echte Verkaufsabsicht haben. Objektakquise online lohnt sich genau dann, wenn du Qualität vor Menge stellst. Käufer- und Verkäufer-Werbung gehören nie in dieselbe Kampagne – zwei Botschaften, zwei verschiedene Menschen.

Was funktioniert, ist eine Handvoll Bausteine, die ineinandergreifen müssen, ganz ohne Geheimtrick. Fällt einer weg, bricht die Kette, meistens beim Nachfassen.
Der häufigste Fehler im Anzeigentext ist der harte Aufhänger „Wollen Sie Ihre Immobilie verkaufen?“ – eine entscheidungsschwere Frage, fast niemand klickt. Der weiche, neugier-getriebene Einstieg zieht deutlich besser:
„Was ist Ihre Wohnung im 18. Bezirk aktuell wert? Kostenlose Einschätzung in 3 Minuten.“
Der stärkste Aufhänger ist die kostenlose, unverbindliche Online-Wertermittlung. Das liegt kaum am Tool, denn eine automatisierte Bewertung (AVM, Automated Valuation Model) hat heute fast jeder. Es liegt an der Frage „Was ist meins wert?“, die ein latentes Bedürfnis trifft, ohne zu einer Entscheidung zu zwingen. Nebenbei: Eigentümer-Anzeigen sind in DACH meist förmlich („Sie“), auch wenn du hier geduzt wirst.
Der zweite starke Aufhänger ist der Nachbarschafts-Beweis, der den Herdentrieb auslöst:
„Gerade verkauft: 4-Zimmer-Altbau in Währing – in wenigen Wochen zum vollen Marktpreis. Was ist Ihre Immobilie in der Nachbarschaft wert?“
Und der stärkste Perspektivwechsel, wenn du ihn belegen kannst: „Wir haben die Käufer schon“ – mit der Zahl deiner vorgemerkten Suchkunden für die Region. Das kippt die Kernangst des Verkäufers („Finde ich einen guten Käufer?“) in Sicherheit. Aber: Wirb nur mit echten Zahlen. Erfundene Suchkunden fallen dir beim ersten Termin auf die Füße.
Der Nachbarschafts-Effekt entsteht bei Meta vor allem über die Botschaft, eine Feinsteuerung der Zielgruppe ist kaum möglich. Anzeigen für Immobilien und dazugehörige Dienstleistungen wie Bewertungen gehören laut Meta-Hilfe in die spezielle Anzeigenkategorie „Wohnraum“, die du beim Anlegen der Kampagne angibst. Für Zielgruppen in Österreich heißt das: keine Auswahl nach Alter, Geschlecht oder Postleitzahl, eingeschränktes Detail-Targeting, und wählst du eine Stadt, eine Adresse oder eine Stecknadel, erweitert Meta den Umkreis automatisch auf rund 16 Kilometer. Enge Radien um einzelne Bezirke und eine Ausrichtung nach Alter sind damit nicht möglich, und auf Lebensphasen-Signale kannst du dich nicht verlassen. Den „Bei uns ums Eck“-Effekt holst du dir über echte Referenzobjekte, konkrete Orts- und Bezirksnamen wie Währing, Döbling, Mödling oder Klosterneuburg und Fälle aus der Umgebung in Bild und Text. Prüf die aktuellen Vorgaben für dein Land vor dem Start im Werbeanzeigenmanager, weil Meta sie ändern kann.
Hier scheitern die meisten vor dem ersten Euro. Optimierst du im Werbeanzeigenmanager auf „Reichweite“ oder „Traffic“, liefert Meta genau das: Klicker, die selten ein Formular ausfüllen. Für die Objektakquise brauchst du das Ziel Leads, damit der Algorithmus auf Menschen mit Abschlussneigung optimiert. Du hast zwei Wege, den Lead einzusammeln:
Für einen schnellen Start ist die Lead Ad okay, sofern du sie qualifizierst. Für ernsthafte, dauerhafte Objektakquise ist die eigene Landingpage überlegen. Wie du so eine Seite baust, die den Klick wirklich in eine Anfrage verwandelt, steht in Conversion-Optimierung ohne Buzzwords.
Das ist der Baustein, der Neugier von Absicht trennt – und bei fast allen fehlt. Ein Formular mit nur Name, E-Mail und Telefon liefert maximal viele, maximal schlechte Leads. Baue bewusst ein, zwei filternde Fragen ein:
Ja, das senkt die Lead-Menge – genau das ist der Punkt. Jeder „nur aus Interesse“-Klicker, den das Formular aussortiert, ist Vertriebszeit, die dein Team nicht am Telefon verbrennt. In der Objektakquise ist teure Vertriebszeit fast immer knapper als Lead-Kosten.
Ein Lead ist in den ersten Minuten am wärmsten und kühlt danach rapide ab. Setz deshalb zwei Dinge auf: ein sofortiges automatisiertes Signal (Bestätigung, WhatsApp, SMS) und eine automatisierte Kontaktpflege, die deine drei Nutzenversprechen transportiert – Bestpreis, Tempo, Entlastung. „Sie kümmern sich um nichts“ wiegt bei Verkäufern oft so schwer wie der Preis.

Auf der anderen Seite stehen die Budgetfresser. Es sind immer dieselben Muster, hier die häufigsten und was du stattdessen tust.
| Budgetfresser | Warum es kostet | Was stattdessen |
|---|---|---|
| „Beitrag bewerben“-Button | Optimiert auf Interaktion, nicht auf Leads – du kaufst Likes | Kampagne mit Ziel „Leads“ im Werbeanzeigenmanager anlegen |
| Zu breites Targeting | Streuverlust, kein Nachbarschafts-Effekt | Regionale Ausspielung im Rahmen der Kategorie „Wohnraum“, lokaler Bezug in Bild und Text, ein Markt pro Anzeigengruppe |
| Formular ohne Filter | Neugier-Klicks fressen Vertriebszeit | 1–2 Qualifizierungsfragen einbauen |
| Falsches Kampagnenziel | Reichweite/Traffic bringt Klicker, keine Verkäufer | Auf Conversions/Leads optimieren |
| Kein System fürs Nachfassen | Leads kühlen ab, bevor du anrufst | Sofort-Bestätigung + Kontaktpflege automatisieren |
| Stockfotos, generische Texte | Sieht aus wie jede andere Anzeige, wird weggescrollt | Echte lokale Objekte, echte Namen, echte Fälle |
| Nur auf den Lead-Preis schauen | Billige Leads können teuer sein, wenn keiner zum Mandat wird | Kosten pro Mandat messen, nicht nur Kosten pro Lead |
Der teuerste Fehler steht in der letzten Zeile. Ein Lead für 8 Euro klingt großartig, bis du merkst, dass von hundert solchen Leads keiner ein Mandat wird. Um Klassen wirtschaftlicher ist ein Lead für 60 Euro, aus dem am Ende regelmäßig Mandate werden. Die Kennzahl, die zählt, ist deshalb, was dich ein tatsächliches Mandat kostet. Der Lead-Preis allein sagt wenig. Dafür musst du den ganzen Weg vom Klick bis zum Auftrag messen – wie das geht, steht in Conversion-Tracking sauber aufsetzen.

Feste Zahlen wären unseriös, denn jede Region ist anders. Aber die Denklogik können wir dir geben. Rechnen wir einen Trichter durch, als fiktives Beispiel ohne Garantie und ohne Marktwerte:
Angenommen, du zahlst in diesem Beispiel pro qualifiziertem Verkäufer-Lead 40 bis 80 Euro. Nur ein Teil dieser Leads wird zum Bewertungstermin, nur ein Teil der Termine zum Alleinvermittlungsauftrag – je nach Region und Nachfassqualität braucht es erfahrungsgemäß eine zweistellige Zahl an Leads pro Mandat. Das klingt nach viel, aber rechne gegen: Ein einziges Mandat bringt im Beispiel eine fünfstellige Provision. Selbst wenn dich ein Mandat ein paar tausend Euro Werbebudget kostet, bleibt der Deckungsbeitrag klar positiv.
Genau deshalb ist Objektakquise über Meta so attraktiv: Der erlaubte Preis pro Mandat ist hoch – der Fehler ist nur, diesen Spielraum mit unqualifizierten Leads und fehlendem Nachfassen zu verschenken. Viele Accounts, die „nicht funktionieren“, scheitern am Setup. Das lässt sich umbauen, mit realistischen Erwartungen statt Fixierung auf den Lead-Preis.

Wer als Makler vergleicht, stellt sich diese Frage zuerst. Ein Entweder-oder ist es nicht, die Kanäle machen unterschiedliche Jobs.
| Google Ads | Meta Ads (Facebook/Instagram) | |
|---|---|---|
| Nutzer-Zustand | sucht aktiv („Haus Wert Wien“) | schaut passiv den Feed |
| Absicht | hoch, akut | latent, geweckt |
| Lead-Preis | tendenziell höher | tendenziell niedriger |
| Stärke | erntet vorhandene Nachfrage | erzeugt Nachfrage, Nachbarschafts-Effekt |
Google erntet die Eigentümer, die schon nachdenken; Meta weckt die, die noch gar nicht gesucht haben – der bessere Kanal, um deine Region mit lokalen Botschaften langfristig zu besetzen. Wer Budget hat, fährt beides parallel: Google für akute Nachfrage, Meta für Nachbarschafts-Effekt und Reichweite.

Kein Rechtsrat, aber Leitplanken, an denen du dich nicht verletzen solltest – ein DSGVO-Fehler macht den günstigsten Lead teuer.
Immobilien Facebook Ads bringen Verkäufer-Leads, wenn das Setup stimmt: Kampagnenziel Leads, lokaler Bezug in Bild und Text, ein Formular, das filtert, und Nachfassen in Minuten statt Tagen. Gemessen wird am Ende, was dich ein Mandat kostet. Prüf dein aktuelles Setup an genau diesen Stellen, denn dort versickert bei vielen Makler-Accounts das Budget.
Wenn du dabei einen Blick von außen willst: Maze & Friends schaut sich dein Setup an und sagt dir, wo dein Geld verpufft und ob sich eine saubere Bewertungsstrecke rechnet, nach dem Prinzip „Beratung, die auch umsetzt“. Wie wir Kampagnen für Makler aufsetzen, liest du auf den Seiten zum Performance Marketing und zur Branche Immobilien und Bau. Schreib uns kurz, wie du heute Objekte akquirierst, dann klären wir im Erstgespräch, wo dein größter Hebel liegt.
Aus der Werkstatt: Optik Küssenpfennig: Anzeigen und Redaktionsplan · Nachfolger: Kampagnen in fünf Ländern.
Objektakquise bedeutet, dass ein Makler Eigentümer gewinnt, die ihm ihre Immobilie zur Vermittlung anvertrauen, im Idealfall mit einem Alleinvermittlungsauftrag. Objektakquise ist der Einkauf des Maklergeschäfts, denn ohne Mandat gibt es keinen Umsatz.
Davon zu trennen ist die Vermarktung, also die Suche nach Käufern für Objekte, die schon im Bestand sind. Die Objektakquise ist schwieriger, weil verkaufswillige Eigentümer selten sind und von vielen umworben werden, dafür liegt dort die Marge. Online funktioniert sie am besten über einen weichen Einstieg wie eine kostenlose Wertermittlung, die den Kontakt herstellt, bevor der Eigentümer aktiv sucht.
Facebook Ads für Immobilienmakler sind bezahlte Anzeigen auf Facebook und Instagram, die gezielt Menschen in deiner Region erreichen. Beide laufen über dasselbe Werbesystem, den Meta Werbeanzeigenmanager. Ob von Immobilien Facebook Ads, Makler-Facebook-Werbung oder Meta Ads die Rede ist, gemeint ist im Kern dasselbe.
Anders als bei Google, wo jemand aktiv sucht, unterbrichst du auf Meta den Feed von Menschen, die gerade nicht suchen. Genau das ist bei der Objektakquise der Hebel: Du erreichst den passiven Verkäufer, für den ein Verkauf bisher nur ein vager Gedanke war. Käufer- und Verkäufer-Werbung gehören dabei nie in dieselbe Kampagne.
Für Makler sind Facebook Ads vor allem bei der Objektakquise sinnvoll, weil sie Eigentümer erreichen, die noch nicht aktiv suchen, aber ans Verkaufen denken. Funktionieren sie scheinbar nicht, liegt es fast immer am Setup.
Typische Ursachen sind ein falsches Kampagnenziel, Anzeigen ohne lokalen Bezug, kein Filter im Formular und kein System fürs Nachfassen. Sinnvoll sind Facebook Ads, wenn du Qualität vor Menge stellst und die Kosten pro Mandat misst. Weil ein Mandat in der Regel eine hohe Provision bringt, darf ein Lead mit echter Verkaufsabsicht durchaus etwas kosten.
Wie viel Facebook Ads für Makler kosten, bestimmst du über das Budget selbst. Für einen Test reicht als Orientierung ein Tagesbudget im niedrigen zweistelligen Bereich pro Kampagne. Wichtiger als die Höhe ist, dass du lang genug und auf das Ziel Leads optimiert testest, statt nach drei Tagen ohne Termin abzubrechen.
Feste Lead-Preise wären unseriös, weil jede Region anders ist. Ein fiktives Rechenbeispiel ohne Garantie und ohne Marktwerte: Kostet ein qualifizierter Verkäufer-Lead 40 bis 80 Euro und braucht es eine zweistellige Zahl an Leads pro Mandat, kann ein Mandat ein paar tausend Euro Werbebudget kosten. Dem steht im Beispiel eine fünfstellige Provision gegenüber, deshalb zählen die Kosten pro Mandat.
Eine Facebook-Unternehmensseite und ein Werbekonto im Meta Werbeanzeigenmanager kosten nichts, du zahlst nur das Werbebudget, das du für Anzeigen einsetzt. Optional bietet Meta ein kostenpflichtiges Abo für den blauen Verifizierungshaken an, dessen Preis und Verfügbarkeit je nach Land variieren.
Für die Objektakquise spielt der Haken kaum eine Rolle. Wichtiger sind ein vollständig eingerichtetes Werbekonto, eine Seite mit echten Objekten und Referenzen sowie eine Landingpage mit Impressum und Datenschutzhinweis. Das eigentliche Geld fließt in Kampagnen, die auf das Ziel Leads optimiert sind.
Anzeigen rund um Wohnimmobilien ordnet Meta einer Sonderkategorie Wohnen zu, die du beim Anlegen der Kampagne angeben musst und die das Targeting einschränkt. Betroffen sind etwa Alter, Geschlecht, Detail-Targeting und sehr kleinräumige Ortsauswahl, in bestimmten europäischen Ländern gilt zudem ein Mindestradius um den gewählten Ort.
Prüf die aktuellen Vorgaben für dein Land direkt im Werbeanzeigenmanager, denn die Regeln können sich ändern. Den Nachbarschafts-Effekt erzeugst du dann vor allem über die Botschaft: echte Referenzobjekte, konkrete Orts- und Bezirksnamen und Fälle aus der Umgebung. Dazu kommen rechtliche Leitplanken wie Double-Opt-in, Impressum und Datenschutzhinweis.
Bei der Objektakquise funktionieren Anzeigentexte, die über den Wert einsteigen statt über den Verkauf. Die Frage nach dem Wert weckt Neugier, ohne eine Entscheidung zu verlangen. Ein Beispiel: „Was ist Ihre Wohnung im 18. Bezirk aktuell wert? Kostenlose Einschätzung in 3 Minuten.“ Der harte Aufhänger „Wollen Sie Ihre Immobilie verkaufen?“ zieht dagegen kaum.
Stark wirkt auch der Nachbarschafts-Beweis, etwa ein kürzlich verkauftes Objekt in derselben Gegend, verbunden mit der Frage nach dem Wert der eigenen Immobilie. Und wenn du es mit echten Zahlen belegen kannst: „Wir haben die Käufer schon“, mit der Zahl deiner vorgemerkten Suchkunden. Eigentümer-Anzeigen sind im DACH-Raum meist förmlich, also per Sie.
Für die Objektakquise wählst du im Werbeanzeigenmanager das Kampagnenziel Leads, damit Meta auf Menschen optimiert, die tatsächlich ein Formular ausfüllen. Mit den Zielen Reichweite oder Traffic bekommst du genau das: Klicker, die selten eine Anfrage stellen.
Noch teurer ist der Button „Beitrag bewerben“, denn er optimiert auf Interaktion, und du kaufst im Grunde Likes. Lege deshalb eine eigene Kampagne mit Ziel Leads an und trenne Käufer- und Verkäufer-Werbung strikt: zwei Botschaften, zwei verschiedene Menschen, zwei Kampagnen. Ob du den Lead über ein Sofortformular oder eine eigene Landingpage einsammelst, entscheidest du danach.
Für ernsthafte, dauerhafte Objektakquise ist eine eigene Bewertungs-Landingpage meist besser, für einen schnellen Start reicht eine Meta Lead Ad, sofern du sie mit Fragen qualifizierst. Lead Ads öffnen ein Formular direkt in der App, mit vorausgefüllten Kontaktdaten.
Das macht sie reibungslos und günstig pro Lead, aber die Absicht ist tendenziell niedriger, weil das Absenden so leicht geht. Die eigene Landingpage erzeugt mehr Reibung und dadurch weniger, aber höherwertige Leads. Außerdem gehören dir Seite und Daten selbst, und du kannst Bewertungs-Tool, Datenschutzhinweis und Double-Opt-in sauber einbinden.
Ein guter Verkäufer-Lead ist Eigentümer der Immobilie, hat einen halbwegs konkreten Zeithorizont für den Verkauf und hinterlässt echte Kontaktdaten. Es zählt das Signal der Verkaufsabsicht, die Menge der Anfragen ist zweitrangig.
Deshalb gehören ein, zwei filternde Fragen ins Formular: ob die Person Eigentümer ist und wann ein Verkauf denkbar ist, etwa in den nächsten Monaten, dieses Jahr oder nur aus Interesse. Das senkt die Zahl der Leads, und genau das ist der Punkt. Jeder reine Wertneugierige, den das Formular aussortiert, ist Vertriebszeit, die dein Team nicht am Telefon verbrennt. Lieber zehn ernste Leads als hundert Neugierige.
Meta-Leads fasst du so schnell wie möglich nach, idealerweise innerhalb von Minuten statt Tagen. Direkt nach dem Absenden ist ein Lead am wärmsten, danach kühlt er rapide ab.
Setz deshalb zwei Dinge auf: ein sofortiges automatisiertes Signal, etwa eine Bestätigung per E-Mail, SMS oder WhatsApp, und eine automatisierte Kontaktpflege, die deine Nutzenversprechen transportiert, also Bestpreis, Tempo und Entlastung. Dazu kommt ein zeitnaher persönlicher Anruf, um die angefragte Bewertung zu klären. „Sie kümmern sich um nichts“ wiegt bei Verkäufern oft so schwer wie der Preis.
Ein Anruf, um die ausdrücklich angefragte Bewertung zu klären, ist im Rahmen der Anbahnung meist vertretbar, für werbliche E-Mails brauchst du aber ein bestätigtes Double-Opt-in. Meta Lead Ads liefern nur ein einfaches Opt-in.
Für Nachfass-Mails mit Werbung brauchst du deshalb eine werbefreie Bestätigungsmail mit Link und ein protokolliertes Opt-in. Impressum und Datenschutzhinweis gehören an jedes Formular, inklusive Hinweis auf die Weitergabe an Bewertungs-Tool und CRM. Beim Maklervertrag im Fernabsatz mit Verbrauchern gilt in Österreich und Deutschland ein 14-tägiges Widerrufsrecht, über das du vor Vertragsschluss belehren musst. Das ersetzt keine Rechtsberatung, es ist eine Leitplanke.
Für die Objektakquise ist es kein Entweder-oder: Google Ads erntet Eigentümer, die schon aktiv suchen, Meta weckt jene, die noch gar nicht gesucht haben. Bei Google ist die Absicht hoch und akut, der Lead-Preis tendenziell höher.
Auf Facebook und Instagram ist die Absicht latent und wird erst geweckt, dafür ist der Lead-Preis tendenziell niedriger, und du erreichst den passiven Verkäufer. Meta eignet sich deshalb besser, um in deiner Region langfristig als Ansprechpartner präsent zu sein. Wer Budget hat, fährt beides parallel: Google für akute Nachfrage, Meta für Reichweite und Nachbarschafts-Effekt.
Facebook und Instagram laufen über dasselbe Meta-System, du musst dich also nicht entscheiden und kannst beide Plattformen in einer Kampagne bespielen. In der Praxis erreichst du ältere Eigentümer eher im Facebook-Feed, während Instagram und Reels für Reichweite und jüngere Zielgruppen wie Erben stärker sind.
Bei der Objektakquise liefert oft Facebook den Löwenanteil der Verkäufer-Leads. Als Immobilienmakler auf Instagram präsent zu sein, lohnt sich trotzdem, etwa mit Objektvideos und Einblicken in echte Verkäufe, weil das Vertrauen aufbaut, bevor ein Eigentümer verkaufen will. Wichtig ist, dass beide Plattformen auf dieselbe Bewertungsstrecke führen.
Die häufigsten Fehler bei Immobilien Facebook Ads sind „Beitrag bewerben“, das falsche Kampagnenziel, Formulare ohne Filter, fehlendes Nachfassen und der Blick nur auf den Lead-Preis. Was stattdessen hilft:
Ein Lead für 8 Euro klingt gut, bis von hundert solchen keiner zum Mandat wird. Um Klassen wirtschaftlicher ist ein Lead für 60 Euro, aus dem regelmäßig Mandate werden.
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Manuel Zellnig baut seit 2018 Sichtbarkeit für Unternehmen: Imagefilm, Personal Branding, Performance Marketing und KI-Sichtbarkeit. Diplomierter Werbefachmann der Werbeakademie Wien, Bachelor Business Management der FH Kärnten, Autor des Fachbuchs „Mobile Apps zur Messung der Kundenzufriedenheit“ (2017) und Kreativexperte der Wirtschaftskammer Österreich in zwei Transformationsleitfäden. Er misst, bevor er empfiehlt, und schreibt hier über das, was in Projekten tatsächlich funktioniert.
Veröffentlichungen und Interviews: WKO-Transformationsleitfaden Druckereien · WKO-Transformationsleitfaden Floristik · Interview bei Ghezzo · „Heute“ über Wiener Start-ups