Ein klarer Weg durch einen engen Durchgang als Sinnbild für Conversion-Optimierung.

Conversion-Optimierung für mehr Anfragen

Conversion-Optimierung ohne Buzzwords: wie du aus deinem bestehenden Traffic mehr Anfragen machst, mit Analyse, Hypothese, A/B-Test und klaren Prioritäten.

Manuel Zellnig
October 5, 2026

Kurz gesagt: Conversion-Optimierung heißt, den Anteil deiner Website-Besucher zu erhöhen, die eine gewünschte Handlung ausführen, im B2B meistens eine Anfrage. Der verlässliche Weg ist ein Kreislauf aus vier Schritten: Daten analysieren, eine begründete Hypothese aufstellen, sie im A/B-Test prüfen und nur belegte Verbesserungen behalten. Maze & Friends aus Wien richtet dafür Tracking und Landingpages ein und testet Änderungen, statt nach Bauchgefühl umzubauen.

Du gibst Monat für Monat Geld für Anzeigen und SEO aus, um Menschen auf deine Website zu holen. Sie kommen auch, nur füllt kaum jemand das Kontaktformular aus. Für einen Industrie-Mittelständler ist das teuer, denn jeder bezahlte Klick kostet, und ein spürbarer Teil der Besucher springt kurz vor dem Ziel ab. Hier setzt Conversion-Optimierung an. Sie holt mehr Ergebnis aus dem Traffic, den du schon hast.

Dieser Artikel zeigt die Methodik, mit der Maze & Friends arbeitet: datenbasiert und ohne Wunder-Framework. Am Ende weißt du, was Conversion-Optimierung ist, welche Hebel zählen und wie du selbst einen sauberen Optimierungs-Zyklus aufsetzt.

Was ist Conversion-Optimierung?

Conversion-Optimierung (englisch Conversion Rate Optimization, kurz CRO) ist das systematische Vorgehen, mit dem du den Prozentsatz deiner Besucher steigerst, die eine definierte Zielhandlung ausführen. Die Conversion Rate ist dabei simpel gerechnet: Zielhandlungen geteilt durch Besucher, mal 100.

Kurz zum Fremdwort. Eine „Conversion“ ist jede Handlung, die du vorher als Ziel festgelegt hast. Bei einem Onlineshop ist das der Kauf. Bei dir als B2B-Anbieter ist es fast immer etwas anderes, etwa eine ausgefüllte Anfrage, ein Download deines Whitepapers, eine gebuchte Erstberatung oder ein Anruf. Lege eine primäre Conversion fest, an der du alles misst. Sonst optimierst du im Nebel.

Ausdrücklich nicht gemeint sind:

  • Ein Neu-Design, „weil die Seite alt aussieht“. Ein Redesign nach Geschmack kann deine Conversion Rate genauso gut ruinieren wie verbessern. Du weißt es nur nicht, weil du nichts gemessen hast.
  • Eine Sammlung von „10 Growth-Hacks“, die bei irgendeinem US-SaaS funktioniert haben. Deine Zielgruppe, dein Angebot und dein Preis sind anders.
  • Ein einmaliges Projekt. Conversion-Optimierung ist ein laufender Zyklus, das Häkchen auf der To-do-Liste gibt es nicht.

Für dich zählt vor allem die Hebelwirkung. Angenommen, du hebst deine Anfrage-Rate von 1,5 auf 2,5 Prozent. Dann holst du bei gleichem Werbebudget rechnerisch zwei Drittel mehr Anfragen heraus, ohne einen einzigen zusätzlichen Klick zu bezahlen. Deshalb lohnt sich die Arbeit gerade für Industrie-Betriebe mit hohen Klickpreisen.

Nutzertest eines Kontaktformulars am Laptop
KI-Illustration: Nutzertest eines Kontaktformulars am Laptop.

Wie steigere ich meine Conversion Rate?

Mit einem Kreislauf statt mit einem Trick. Wir nennen ihn den Optimierungs-Zyklus. Er hat vier Phasen, die du immer wieder durchläufst, und macht Conversion Rate Optimierung wiederholbar.

1. Analyse: Wo springen Besucher ab?

Bevor du irgendetwas änderst, musst du wissen, wo es klemmt. Dafür brauchst du saubere Daten. Stimmt dein Tracking nicht, optimierst du auf Zufallszahlen. Ein korrekt eingerichtetes Analytics-Setup ist deshalb die Grundlage. Wie du es aufsetzt, haben wir in GA4 richtig einrichten und Conversion-Tracking sauber aufsetzen im Detail beschrieben.

In der Analyse schaust du dir konkret an:

  • Trichter-Ansicht: Wie viele Besucher landen auf der Seite, wie viele klicken zum Formular, wie viele senden ab? An welcher Stufe fällt die größte Zahl weg?
  • Quantitative Daten: Absprungraten, Verweildauer, mobil vs. Desktop, Einstiegsseiten. Häufig konvertiert mobil schlechter als am Desktop, und dann lohnt dort der erste Blick.
  • Qualitative Daten: Heatmaps und Session-Recordings zeigen dir, wo Menschen zögern, klicken oder ins Leere scrollen. Tools dafür sind etwa Hotjar oder Microsoft Clarity, das laut Microsoft kostenlos und ohne Traffic-Limit ist. Damit ergänzt du die Zahlen um das „Warum“.

2. Hypothese: eine begründete Wette

Aus der Analyse leitest du eine testbare Hypothese ab. Eine Meinung reicht nicht. Ein sauberes Format hilft:

Zwei Papierentwürfe einer Website im Vergleich
KI-Illustration: Zwei Papierentwürfe einer Website im Vergleich.

„Weil [Beobachtung], erwarten wir, dass [Änderung] die [Metrik] verbessert.“

So klingt das in der Praxis: „Weil auffällig viele Formular-Abbrüche beim Pflichtfeld ‚Budget‘ passieren, erwarten wir, dass das Entfernen dieses Felds die Formular-Abschlussrate erhöht.“ Das ist konkret, aus einer Beobachtung abgeleitet und überprüfbar. „Lass uns das Formular schöner machen“ ist nichts davon.

3. Test: Die Daten entscheiden

Jetzt prüfst du die Hypothese. Der Goldstandard ist der A/B-Test: Du zeigst zufällig der einen Hälfte deiner Besucher die alte Version (A), der anderen die neue (B), und misst, welche Version besser konvertiert. Weil sich die beiden nur in deiner Änderung unterscheiden, kannst du das Ergebnis kausal zuordnen. Ob die Chefetage die neue Version mag, spielt dafür keine Rolle.

Zwei Einschränkungen gibt es. A/B-Testing braucht genug Traffic und genug Zeit, sonst ist das Ergebnis statistisch wertlos. Hat deine Seite nur ein paar hundert Besucher im Monat, kannst du keine kleinen Effekte sauber testen. Dann arbeitest du besser mit qualitativen Methoden und behebst offensichtliche Fehler. Mehr dazu im nächsten Abschnitt.

4. Lernen: Nur Belegtes bleibt

Gewinnt die neue Version klar, wird sie zum neuen Standard. Verliert sie oder ist es unentschieden, verwirfst du die Änderung und hast trotzdem etwas gelernt. Mit jedem Zyklus weißt du mehr über deine Zielgruppe. Genau das meinen wir mit „Beratung, die auch umsetzt“: Wir belegen eine Empfehlung, bevor wir dir zu ihr raten.

Drei Hebel für mehr Anfragen – Klarheit: Verstehen, was angeboten wird und für wen. Vertrauen: Belege, Menschen und relevante Beispiele sehen. Leichtigkeit: Ohne unnötige Hürden Kontakt aufnehmen.
Redaktionelle Grafik: Drei Hebel für mehr Anfragen.

Welche Conversion-Maßnahmen haben den größten Hebel?

Am besten sind die Änderungen mit dem größten Hebel und dem geringsten Risiko. Fang bei den groben Fehlern an, die dich Anfragen kosten, und spar dir die Detail-Optimierung für später. Unsere priorisierte Liste für einen typischen B2B-Betrieb im DACH-Raum, geordnet nach Wirkung:

Maßnahme Was du prüfst Warum es wirkt
Ladegeschwindigkeit Lädt die Seite mobil zügig, ohne spürbare Wartezeit? Wartezeit kostet dich Besucher, bevor sie überhaupt etwas lesen.
Klarheit der Botschaft Versteht ein Fremder auf den ersten Blick, was du anbietest und für wen? Verwirrte Besucher konvertieren nicht. Klarheit schlägt Kreativität.
Ein klarer Call-to-Action Gibt es genau eine primäre Handlung pro Seite? Zu viele Optionen lähmen. Ein Button, ein Ziel.
Formular-Länge Fragst du nur ab, was du wirklich brauchst? Jedes Pflichtfeld senkt die Abschlussrate. Streiche alles Optionale.
Vertrauenssignale Sieht man Referenzen, echte Cases, Ansprechpartner, Impressum? B2B-Käufer prüfen, ob du seriös bist, bevor sie schreiben.
Mobile Optimierung Funktioniert alles auf dem Handy, nicht nur auf dem Desktop? Ein wachsender Teil deiner Besucher entscheidet mobil.

Die Reihenfolge ist bewusst gewählt. Technik und Klarheit zuerst, Feinschliff später. Dass schnelle Seiten Nutzer besser halten und höhere Conversion-Raten erreichen, beschreibt auch Google in seinem Entwickler-Leitfaden „Why speed matters“ auf web.dev. Bei Erst-Audits sehen wir immer wieder, dass ein Betrieb über Button-Farben diskutiert, während das Kontaktformular auf dem Handy nicht scrollbar ist. Das ist, als würdest du die Sitzposition optimieren, während der Reifen platt ist.

Der schnellste Hebel für B2B: dein Kontaktformular

Bei den Industrie-Mittelständlern, mit denen wir arbeiten, liegt der größte und schnellste Gewinn fast immer beim Anfrage-Weg selbst. Konkret:

  1. Reduziere die Felder. Brauchst du wirklich Firmengröße, Budget und Telefonnummer schon in der ersten Anfrage? Jedes weggelassene Pflichtfeld erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass jemand absendet.
  2. Nenne den nächsten Schritt. „Wir rufen dich an und schlagen zwei Termine vor“ nimmt die Unsicherheit. Menschen füllen ungern Formulare aus, deren Folge sie nicht kennen.
  3. Gib eine Alternative. Manche schreiben lieber eine Mail oder rufen an. Mach beides sichtbar.

Das kostet dich keinen Cent Media-Budget und ist oft in einem Nachmittag umgesetzt.

Conversion-Optimierung als Lernprozess – Beobachten: Reibung und Abbrüche erkennen. Hypothese: Eine konkrete Ursache formulieren. Verändern: Eine begründete Verbesserung umsetzen. Prüfen: Wirkung mit geeigneten Daten bewerten.
Redaktionelle Grafik: Conversion-Optimierung als Lernprozess.

Brauche ich für Conversion-Optimierung eine Agentur?

Nicht zwingend, und das sagen wir als Agentur. Die Grundlagen aus diesem Artikel kannst du selbst angehen. Streich ein Pflichtfeld, mach deinen Call-to-Action eindeutig, prüf die Ladezeit auf dem Handy. Für diese Basics brauchst du keine externe Hilfe, nur die Bereitschaft, ehrlich auf die eigene Seite zu schauen.

Eine CRO-Agentur lohnt sich, wenn drei Dinge zusammenkommen: Du hast genug Traffic für aussagekräftige A/B-Tests, dein Angebot ist erklärungsbedürftig, und dir fehlt intern die Zeit oder das Analytics-Know-how, um den Zyklus sauber zu fahren. Der Wert liegt dann in der Methodik, also im richtigen Aufsetzen von Tracking, im Priorisieren der Tests und im Vermeiden von Fehlschlüssen aus schlecht designten Experimenten. Mit „schöner machen“ hat das wenig zu tun.

Eine seriöse CRO-Agentur erkennst du daran, dass sie dir keine fixe Prozentzahl an Verbesserung verspricht. Wer dir „wir steigern deine Conversion Rate garantiert um 30 Prozent“ verkauft, hat entweder nicht verstanden, wie CRO funktioniert, oder er verkauft dir ein Märchen. Seriöse Arbeit klingt nüchterner: „Wir finden die größten Lecks, testen die vielversprechendsten Änderungen und behalten, was belegt besser ist.“

Die Seite aus Kundensicht prüfen – Ist das Angebot sofort verständlich? Sind passende Belege sichtbar? Ist der nächste Schritt eindeutig? Funktioniert alles mobil? Ist das Formular so kurz wie sinnvoll?
Redaktionelle Grafik: Die Seite aus Kundensicht prüfen.

Was kostet Conversion-Optimierung?

Was Conversion-Optimierung kostet, hängt vom Umfang ab. Die Selbst-Basics wie Formular kürzen, CTA schärfen und Ladezeit fixen kosten dich vor allem Zeit und kaum Budget. Ein professionelles Conversion-Audit deiner wichtigsten Seiten ist ein überschaubares Einmal-Projekt. Ein laufender Optimierungs-Zyklus mit Tracking-Setup, Tests und Auswertung ist ein wiederkehrender Posten, der sich an deinem Traffic-Volumen orientiert. Maze & Friends legt dafür nach dem Erstgespräch ein Fixangebot vor.

Wichtiger als der Preis ist der Return. Steckst du laufend Budget in bezahlten Traffic, zahlt sich schon eine moderate Verbesserung der Anfrage-Rate schnell aus, weil sie jede Anzeige und jeden SEO-Klick effizienter macht. Wovon die Kosten einer Website abhängen, zeigt der Beitrag zu Website-Kosten. Wie wir Seiten von Anfang an auf Anfragen hin bauen, steht auf unserer Seite zu Webdesign für mehr Anfragen.

Das eine Leck zuerst

Conversion-Optimierung ist ein Kreislauf aus Analyse, Hypothese, Test und Lernen. Alles auf einmal umbauen musst du dafür nicht. Schau dir deine wichtigste Anfrage-Seite an und finde das eine Leck, das dich am meisten Anfragen kostet. Meistens ist es das Formular oder ein unklarer Call-to-Action.

Wenn du dafür einen Blick von außen willst: Maze & Friends wendet die Methodik aus diesem Artikel auf deine Seite an und zeigt dir, wo die größten Conversion-Lecks liegen und in welcher Reihenfolge du sie schließt. Schreib uns, welche Seite dir am meisten Sorgen macht.

Aus der Werkstatt: Canal Toys: Shop, Ratgeber und Kampagnen · kiwiz: Content-Plan und Social Ads.

Häufige Fragen

Was versteht man unter Conversion-Optimierung?

Conversion-Optimierung, auch Conversion Rate Optimization (CRO) oder Konversionsoptimierung, heißt, den Anteil der Website-Besucher systematisch zu erhöhen, die eine festgelegte Zielhandlung ausführen.

Bei B2B-Websites ist das meist eine Anfrage, bei Shops der Kauf. Der Weg führt über einen Kreislauf aus Analyse, begründeter Hypothese, A/B-Test und dem Behalten belegter Verbesserungen. Mit einem Redesign nach Geschmack oder einer Sammlung fremder Tricks hat das wenig zu tun. Es ist laufende, datenbasierte Arbeit.

Was heißt Conversion und Conversion Rate auf Deutsch?

Conversion heißt auf Deutsch Umwandlung. Im Marketing ist damit jede Handlung gemeint, die du als Ziel festgelegt hast, etwa ein Kauf, eine Anfrage oder ein Download.

Die Conversion Rate, auf Deutsch Konversions- oder Umwandlungsrate, ist der Anteil der Besucher, die diese Handlung ausführen. In diesem Moment wird aus einem Besucher ein Interessent oder Kunde. Lege eine primäre Conversion fest, an der du alles misst, sonst optimierst du im Nebel.

Wie berechne ich die Conversion Rate?

Zahl der Conversions geteilt durch Zahl der Besucher, mal 100.

Ein Beispiel: 30 Anfragen bei 2.000 Besuchern ergeben eine Conversion Rate von 1,5 Prozent. Leg fest, ob du Besucher, Sitzungen oder Klicks als Basis nimmst, und bleib dabei, sonst sind Zeiträume nicht vergleichbar. Steigt die Rate bei gleichem Traffic von 1,5 auf 2,5 Prozent, bekommst du rechnerisch zwei Drittel mehr Anfragen, ohne einen zusätzlichen Klick zu bezahlen.

Wie hoch sollte eine gute Conversion Rate sein?

Eine allgemein gute Conversion Rate gibt es nicht. Sie hängt stark von Branche, Angebot, Preis, Traffic-Quelle ab und davon, was du als Conversion zählst.

Ein Whitepaper-Download konvertiert anders als eine Anfrage für eine Industrieanlage, Besucher aus der Google-Suche anders als Besucher aus Display-Anzeigen. Pauschale Richtwerte aus dem Internet taugen deshalb nur grob. Verlässlicher ist deine eigene Rate im Zeitverlauf, getrennt nach Kanal und Gerät, und der Anteil der Anfragen, die tatsächlich qualifiziert sind.

Wie kann ich meine Conversion Rate verbessern?

Am zuverlässigsten, indem du zuerst grobe Fehler behebst und dann begründete Änderungen per A/B-Test prüfst. Umbauen nach Gefühl hilft selten.

Die wirksamsten Hebel für B2B, in sinnvoller Reihenfolge:

  • Ladezeit und mobile Bedienbarkeit
  • Klare Botschaft: was du anbietest und für wen
  • Genau eine primäre Handlungsaufforderung (Call-to-Action) pro Seite
  • Kurze Formulare mit nur den nötigsten Feldern
  • Vertrauenssignale wie Referenzen, Cases und Ansprechpartner

Technik und Klarheit zuerst, Feinschliff wie Button-Farben später.

Welche Beispiele für Conversion-Optimierung gibt es im B2B?

Ein gekürztes Anfrageformular, ein klar benannter nächster Schritt nach dem Absenden und sichtbare Alternativen wie Telefon oder E-Mail.

Ein konkretes Beispiel: Brechen auffällig viele Besucher beim Pflichtfeld „Budget“ ab, lautet die Hypothese, dass das Entfernen des Felds die Abschlussrate erhöht, und ein A/B-Test prüft das. Ein Satz wie „Wir rufen dich an und schlagen zwei Termine vor“ nimmt Unsicherheit. Solche Änderungen kosten kein Media-Budget. Oft sind sie in einem Nachmittag umgesetzt.

Welche Conversions sollte ich als B2B-Unternehmen messen?

Vor allem qualifizierte Anfragen als primäre Conversion, ergänzt um Vorstufen wie Whitepaper-Downloads, gebuchte Erstberatungen und Anrufe.

Die primäre Conversion ist die eine Zielhandlung, an der du Erfolg festmachst. In GA4 markierst du sie als Schlüsselereignis. Vorstufen, oft Micro-Conversions genannt, zeigen dir, wo Interessenten stehen, sollten aber nicht mit Anfragen gleichgesetzt werden. Ohne diese Festlegung misst jede Abteilung etwas anderes, und du optimierst im Nebel.

Was ist ein A/B-Test und wie viel Traffic brauche ich dafür?

Ein A/B-Test zeigt zufällig einem Teil der Besucher Version A, dem anderen die geänderte Version B, und misst, welche besser konvertiert.

Weil sich nur die getestete Änderung unterscheidet, lässt sich das Ergebnis ursächlich auf sie zurückführen. Eine feste Traffic-Grenze gibt es nicht. Je weniger Besucher und je kleiner der erwartete Effekt, desto länger dauert ein aussagekräftiger Test. Bei nur ein paar hundert Besuchern im Monat setzt du besser auf qualitative Analyse und das Beheben offensichtlicher Fehler.

Was ist der Unterschied zwischen Conversion-Optimierung und SEO?

SEO bringt mehr Besucher auf deine Website, Conversion-Optimierung sorgt dafür, dass mehr dieser Besucher zu Anfragen oder Kunden werden.

Beide gehören zusammen. SEO ohne Conversion-Optimierung ist teurer Traffic, der versickert, und Conversion-Optimierung ohne Traffic hat niemanden zum Optimieren. Am wirksamsten arbeitest du an beidem parallel. Jede Verbesserung der Conversion Rate macht außerdem jeden SEO- und Anzeigenklick wertvoller.

Wie lange dauert es, bis Conversion-Optimierung wirkt?

Einfache Fixes wie ein gekürztes Formular wirken sofort. Ein sauberer A/B-Test braucht mehrere Wochen.

Der Test muss genug Besucher sammeln, um statistisch belastbar zu sein, und sollte ganze Wochen abdecken, damit Schwankungen zwischen Wochentagen das Ergebnis nicht verzerren. Für einen kompletten Zyklus aus Analyse, Hypothese, Test und Auswertung rechnest du eher in Wochen als in Tagen. Alles darunter ist Rätselraten mit Zahlenschmuck.

Welche Tools brauche ich für Conversion-Optimierung?

Mindestens ein sauber eingerichtetes Web-Analytics wie GA4, idealerweise ergänzt um ein Heatmap-Tool wie Microsoft Clarity oder Hotjar.

Analytics zeigt dir, wo Besucher abspringen, Heatmaps und Session-Recordings zeigen, warum. Microsoft Clarity ist kostenlos. Ab ausreichendem Traffic kommt ein Tool für A/B-Tests dazu. Binde alle diese Tools wie jedes Analyse-Tool über deinen Cookie-Banner ein. Die ersten offensichtlichen Fehler findest du aber auch ohne Tools, mit einem ehrlichen Blick auf die eigene Seite.

Reicht ein Website-Redesign, um mehr Anfragen zu bekommen?

Verlässlich nicht. Ein Redesign ist oft sogar riskant, weil es viele Dinge gleichzeitig ändert und du danach nicht weißt, was geholfen oder geschadet hat.

Ein Neu-Design nach Geschmack kann deine Conversion Rate genauso senken wie heben. Besser sind gezielte, gemessene Änderungen an einzelnen Elementen. Steht ein Relaunch ohnehin an, miss vorher die wichtigsten Kennzahlen, damit du danach vergleichen kannst. Elemente, die nachweislich funktionieren, übernimmst du bewusst in die neue Seite.

Wovon hängt der Aufwand für Conversion-Optimierung ab?

Vom Umfang: Selbst-Basics kosten vor allem Zeit, ein Audit ist ein überschaubares Einmalprojekt, ein laufender Testzyklus ein wiederkehrender Posten.

Wie groß der laufende Posten ist, richtet sich nach deinem Traffic-Volumen und danach, ob sauberes Tracking schon steht oder erst aufgebaut werden muss. Wichtiger als der Preis ist der Return. Steckst du laufend Budget in bezahlten Traffic, zahlt sich schon eine moderate Verbesserung der Anfrage-Rate schnell aus, weil sie jede Anzeige und jeden SEO-Klick effizienter macht.

Woran erkenne ich eine seriöse CRO-Agentur?

Sie verspricht keine fixe Prozentsteigerung, prüft zuerst Tracking und Daten und belegt ihre Vorschläge mit Tests.

Versprechen wie „garantiert 30 Prozent mehr Conversions“ zeigen, dass jemand CRO nicht verstanden hat oder ein Märchen verkauft. Seriöse Arbeit klingt nüchtern: die größten Lecks finden, die vielversprechendsten Änderungen testen, behalten, was belegt besser ist. Eine Agentur lohnt sich, wenn genug Traffic, ein erklärungsbedürftiges Angebot und fehlende interne Zeit oder fehlendes Analytics-Know-how zusammenkommen. Die Basics schaffst du auch selbst.

Woran messe ich, ob Conversion-Optimierung funktioniert?

An deiner primären Conversion Rate und an der Zahl qualifizierter Anfragen, jeweils über vergleichbare Zeiträume.

Seitenaufrufe oder Verweildauer fühlen sich gut an, sagen aber wenig über neue Kunden aus. Bei Tests zählt nur ein statistisch belastbares Ergebnis, auf einen Zwischenstand nach wenigen Tagen gibst du nichts. Frag zusätzlich im Vertrieb nach, ob die Anfragen auch passen. Mehr Formulare mit schlechteren Leads sind kein Erfolg.

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Manuel Zellnig, Gründer und Geschäftsführer von Maze & Friends
Über den Autor
Manuel Zellnig
Gründer und Geschäftsführer, Maze & Friends

Manuel Zellnig baut seit 2018 Sichtbarkeit für Unternehmen: Imagefilm, Personal Branding, Performance Marketing und KI-Sichtbarkeit. Diplomierter Werbefachmann der Werbeakademie Wien, Bachelor Business Management der FH Kärnten, Autor des Fachbuchs „Mobile Apps zur Messung der Kundenzufriedenheit“ (2017) und Kreativexperte der Wirtschaftskammer Österreich in zwei Transformationsleitfäden. Er misst, bevor er empfiehlt, und schreibt hier über das, was in Projekten tatsächlich funktioniert.

Veröffentlichungen und Interviews: WKO-Transformationsleitfaden Druckereien · WKO-Transformationsleitfaden Floristik · Interview bei Ghezzo · „Heute“ über Wiener Start-ups

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