Kamera, Gimbal und Stativ vor einem Videodreh von Maze & Friends

Was Videoproduktion in Wien und Graz kostet

Was eine Videoproduktion in Wien und Graz kostet: die 6 echten Kostentreiber, der Aufbau eines Angebots und eine Checkliste für faire Fixangebote.

Manuel Zellnig
October 21, 2026

Kurz gesagt: Die Kosten einer Videoproduktion in Wien und Graz hängen vom Umfang ab: Ein kurzer Social-Clip mit einem Setting liegt am unteren Ende des Marktes, ein High-End-Markenfilm mit mehreren Drehtagen am oberen. Treiber sind Drehtage, Team-Größe, Konzept und Postproduktion, nicht der Standort. Maze & Friends aus Wien legt dir nach dem Erstgespräch ein Fixangebot mit klar ausgewiesenen Posten vor.

Das Budget für Q4 ist freigeschaufelt, die Geschäftsführung will endlich einen Film, und dann liegen drei Angebote auf dem Tisch, zwischen denen ein Vielfaches liegt. Für scheinbar dasselbe Video. Jede Agentur sagt „das kommt darauf an“, keine sagt dir, worauf genau. Ohne Einordnung kannst du weder intern budgetieren noch die Angebote sauber vergleichen.

Hier bekommst du diese Einordnung: die Umfangsstufen am österreichischen Markt, die echten Kostentreiber dahinter und eine Checkliste, mit der du ein faires von einem überteuerten Angebot unterscheidest. Ja, es kommt auf ein paar Dinge an. Welche das sind, steht hier.

Maze & Friends produziert Videos in Wien und Graz und kalkuliert solche Angebote selbst. Deshalb legen wir hier offen, woraus der Preis eines Films entsteht und woran du erkennst, wofür du zahlst.

Was kostet eine Videoproduktion in Wien und Graz?

Zur Einordnung die typischen Video-Typen und was sie im Umfang unterscheidet. Gemeint ist eine professionelle Produktion mit erfahrenem Team, irgendwo zwischen dem Neffen mit der Spiegelreflex und der 50-köpfigen Werbefilm-Crew für den nationalen TV-Spot. Nach Aufwand sind die Zeilen sortiert, die verbindliche Zahl steht immer erst im konkreten Angebot.

Video-Typ Typischer Umfang Wofür
Social-Media-Clip (kurz) Ein Setting, halber bis ganzer Drehtag, kurze Schnitte im Hochformat Reels, Ads, schnelle Formate
Produktvideo Ein Drehtag im Studio oder vor Ort, Produkt im Detail, oft mit Grafik Ein Produkt erklären oder inszenieren
Kundenstimme / Testimonial Ein Drehtag beim Kunden, Interview plus ergänzende Bilder Ein zufriedener Kunde erzählt
Recruiting-Video Ein bis zwei Drehtage, echte Mitarbeitende, mehrere Schnittfassungen Employer Branding, Stellenanzeigen
Imagefilm (Mittelstand) Konzept, ein bis drei Drehtage, Hauptfilm plus Social Cuts Das Unternehmen als Ganzes
Marken- / Brand-Film (High-End) Mehrere Drehtage und Locations, Regie, Darsteller, komponierte Musik Emotionaler Aufhänger, große Bühne

In jeder Zeile liegen Welten. Ein schlanker Imagefilm und ein aufwändiger sind beides „Imagefilme“, aber: ein Drehtag gegen drei, ein Setting gegen sechs, Stock-Musik gegen komponierten Score. Genau deshalb ist die nächste Frage die wichtigere.

Was ist eine Videoproduktion, und was kostet ein Imagefilm?

Weil die Begriffe oft durcheinandergehen, kurz zur Klärung. Videoproduktion umfasst den ganzen Ablauf aus Konzept, Dreh und Schnitt, egal, was am Ende herauskommt. Imagefilm ist eine bestimmte Art von Ergebnis: ein Film, der dein Unternehmen, deine Werte und deine Leute nach außen transportiert. Jeder Imagefilm ist also eine Videoproduktion, aber nicht jede Videoproduktion ist ein Imagefilm.

Für die Kostenfrage heißt das: „Was kostet ein Imagefilm?“ ist präziser als „Was kostet ein Video?“. Die Imagefilm-Kosten hängen für den typischen österreichischen Mittelständler vor allem daran, wie viele Drehtage und Drehorte der Film braucht. Mit einem Drehtag entsteht am schlanken Ende ein solider Film; am oberen Ende bekommst du mehrere Drehorte, aufwändigere Bildsprache und eine dramaturgisch durchkomponierte Geschichte.

Was einen Imagefilm ausmacht und welche Formate es gibt, erklärt unser Ratgeber „Was ist ein Imagefilm?“. Hier bleiben wir bei der Kostenfrage.

Kompakter Filmaufbau mit Licht und Reflektor
KI-Illustration: Kompakter Filmaufbau mit Licht und Reflektor.

Wovon hängt der Preis ab? Die 6 echten Kostentreiber

„Das kommt darauf an“ ist keine Ausrede, solange jemand sagt, worauf. Sechs Hebel bewegen dein Angebot nach oben oder unten:

  1. Drehtage. Der größte Hebel, denn jeder zusätzliche Drehtag kostet dich Team, Equipment und oft Reise, also alle Tagessätze auf einmal. Ein Tag mehr ist selten „ein bisschen teurer“.
  2. Team-Größe. Ein Zwei-Personen-Team (Kamera plus Ton/Assistenz) ist etwas anderes als Regie, Kamera, Ton, Licht und Set-Assistenz zusammen. Mehr Köpfe heißt mehr Qualität, aber auch mehr Tagessätze.
  3. Konzept und Drehbuch. Für ein durchdachtes Konzept mit Storyboard braucht es Vorarbeit. Genau die spart dir aber am Set Zeit und Nerven. Sparst du hier, zahlst du oft am Drehtag drauf.
  4. Postproduktion. Schnitt, Farbkorrektur, Sounddesign, Grafik und Animation. Mit einem aufwändig animierten Vorspann oder Motion Graphics kann die Postproduktion mehr kosten als der Dreh selbst.
  5. Talent und Ausstattung. Professionelle Sprecher, Schauspieler, Moderatoren, Drohne, Location-Miete, lizenzfreie oder eigens komponierte Musik. Jedes Extra schlägt durch.
  6. Nutzungsrechte und Fassungen. Brauchst du das Video nur für die Website oder auch für bezahlte Ads über zwei Jahre? Willst du drei Schnittfassungen (lang, kurz, Hochformat)? Beides ist legitim, beides kostet.

Zur Einordnung: Ein Drehtag bündelt die Tagessätze aller Beteiligten (Kamera, Regie, Ton, Licht, Assistenz) plus Technik und Anfahrt. Danach kommen die Schnitttage dazu. Rechne das zusammen, und du verstehst, warum Drehtage der teuerste Hebel sind.

Sechs echte Kostentreiber – Konzepttiefe und Vorbereitung Zahl der Drehtage Teamgröße und technische Anforderungen Locations, Reise und Organisation Schnitt, Animation und Ton Nutzungsrechte und Formatvarianten
Redaktionelle Grafik: Sechs echte Kostentreiber.

Gibt es Preisunterschiede zwischen Wien und Graz?

Kaum. Die Preise für eine Videoproduktion in Wien und in Graz liegen nah beieinander, aus einem einfachen Grund: Gute Teams reisen. Eine Crew aus Wien fährt für einen guten Auftrag nach Graz, eine Grazer Crew kommt nach Wien. Nach Können und Equipment richten sich die Tagessätze.

Bei den Nebenkosten entstehen Unterschiede. Buchst du ein Wiener Team für einen Dreh in Graz (oder umgekehrt), kommen Anfahrt und eventuell Übernachtung dazu, ein überschaubarer, aber eigener Posten im Angebot. Wer explizit eine Videoproduktion in Graz sucht und lokal produziert, spart diese Reisekosten, bekommt aber am kleineren Markt manchmal weniger Auswahl bei sehr spezialisierten Gewerken.

Wähl deshalb nach Team und Reel. Ob dein Film in Wien oder Graz entsteht, macht beim Endpreis selten viel aus. Die Qualität hängt an ganz anderen Dingen.

Licht- und Kamerasetup bei einer Videoproduktion von Maze & Friends.
Licht- und Kamerasetup bei einer Videoproduktion von Maze & Friends.

Wie setzt sich ein Angebot zusammen?

Nach den drei Phasen einer Produktion ist ein sauberes Angebot gegliedert. Kennst du das Muster, erkennst du sofort, wo bei einem Angebot Substanz steckt und wo nur eine runde Summe steht.

Phase Was drinsteckt Anteil am Budget (grob)
Vorproduktion Konzept, Drehbuch, Storyboard, Planung, Location-Scouting ca. 20 – 30 %
Produktion (Dreh) Team, Equipment, Licht, Ton, Talent, Locations ca. 40 – 50 %
Postproduktion Schnitt, Color Grading, Sounddesign, Grafik, Korrekturschleifen ca. 30 – 40 %

Oft schauen Auftraggeber nur auf den Drehtag. Vor- und Nachbereitung machen zusammen aber häufig mehr als die Hälfte des Preises aus, und genau dort entscheidet sich, ob ein Film gut oder mittelmäßig wird. Ein Angebot, das Konzept und Postproduktion nicht ausweist, ist entweder unvollständig oder rechnet sie versteckt ein. Frag nach.

Die Bausteine einer Videoproduktion – Vorbereitung: Ziel, Konzept, Planung und Organisation. Dreh: Team, Technik, Location und Motive. Postproduktion: Schnitt, Ton, Farbe und Animation. Auslieferung: Formate, Rechte und vereinbarte Fassungen.
Redaktionelle Grafik: Die Bausteine einer Videoproduktion.

Woran erkennst du ein faires Angebot?

Bevor du unterschreibst, geh diese Checkliste durch. Sie trennt seriöse Angebote von Blindflügen:

  • Drehtage klar benannt? Steht schwarz auf weiß, wie viele Drehtage kalkuliert sind?
  • Team aufgeschlüsselt? Weißt du, wer am Set steht – oder nur „Filmteam“?
  • Anzahl der Schnittfassungen und Korrekturschleifen definiert? Zwei Korrekturrunden sind üblich; unbegrenzt ist unrealistisch.
  • Nutzungsrechte geregelt? Wo und wie lange darfst du das Video einsetzen?
  • Liefertermin und Format? Auflösung, Seitenverhältnisse (16:9, 9:16, 1:1), Dateiformate.
  • Musik- und Bildrechte geklärt? Lizenzfrei, einlizenziert oder eigens komponiert – und wer haftet für die Rechte?

Ein Angebot, das diese Punkte offenlegt, ist fast immer das ehrlichere, selbst wenn es auf den ersten Blick teurer wirkt. Wenn nach dem zweiten Drehtag die Nachträge kommen, wird das billigste Angebot oft teuer.

Und der wichtigste Hebel liegt vor dem Angebot: Je klarer dein Briefing, desto präziser die Kalkulation. Wer sagt „wir wollen halt ein Video“, bekommt eine breite Spanne. Wer Ziel, Zielgruppe, Einsatzort und Budgetrahmen nennt, bekommt eine echte Zahl. Wie du die richtige Produktionsfirma auswählst, haben wir in Imagefilm-Agentur finden im Detail beschrieben.

Angebote nur mit gleichem Umfang vergleichen – Leistungen: Was wird vorbereitet, gedreht und bearbeitet? Lieferumfang: Welche Filme, Längen und Formate erhältst du? Rahmen: Welche Rechte, Korrekturen und Zusatzkosten gelten?
Redaktionelle Grafik: Angebote nur mit gleichem Umfang vergleichen.

Wie viel Budget brauchst du wirklich?

Statt auf eine Zahl zu starren, geh vom Ziel aus:

  • Social Ads füttern: Mehrere kurze, schnelle Clips schlagen einen teuren Hochglanzfilm. Kalkuliert wird deshalb ein Paket aus mehreren Formaten aus einem Drehtag.
  • Imagefilm für Website und Messe: Der Klassiker. Nach der Anzahl der Drehorte und dem Anspruch an die Bildsprache richtet sich der Preis.
  • Personal gewinnen: Ein ehrlicher Recruiting-Film mit echten Mitarbeitenden ist schlank im Aufwand und rechnet sich oft besonders gut.
  • Marke emotional aufladen: High-End-Brand-Film mit allem, was dazugehört: mehrere Drehtage, Regie, Darsteller, komponierte Musik. Damit bist du am oberen Ende des Marktes.

Zu viel Budget ist fast nie das Problem. Teuer wird es, wenn viel Geld ins falsche Format fließt oder so wenig, dass das Ergebnis deiner Marke schadet statt nützt.

Einordnung hilft, das Fixangebot entscheidet

Die Kosten einer Videoproduktion entstehen aus Drehtagen, Team, Konzept, Postproduktion und Rechten. Für dein Projekt brauchst du am Ende eine konkrete Zahl: Erzähl uns Ziel, Einsatzort und Budgetrahmen, und Maze & Friends legt dir ein Fixangebot mit klar ausgewiesenen Drehtagen, Leistungen und Rechten vor.

Schau dir an, wie wir Videoproduktion in Wien angehen: Strategie, Dreh und Schnitt aus einer Hand, für Wien und Graz.

Aus der Werkstatt: Lumitech: Unternehmensfilm aus einem Drehtag · TiPY: Imagefilm.

Häufige Fragen

Wie viel kostet ein professionelles Video?

Was ein professionelles Video kostet, hängt vor allem von Drehtagen, Team-Größe, Konzeptaufwand und Postproduktion ab.

Ein kurzer Social-Media-Clip mit einem Setting steht am unteren Ende des Marktes, ein emotionaler Markenfilm mit mehreren Drehorten, komponierter Musik und aufwändiger Bildsprache am oberen. Dazwischen liegen Produktvideo, Testimonial, Recruiting-Video und Imagefilm, jeweils mit eigenem typischen Umfang. Die verbindliche Zahl steht immer erst im konkreten Angebot, bei Maze & Friends als Fixangebot nach dem Erstgespräch.

Gibt es eine Preisliste für Videoproduktionen?

Eine verbindliche Preisliste für Videoproduktionen gibt es nicht, weil Video kein standardisiertes Produkt ist; vergleichbar sind nur Umfänge.

Am österreichischen Markt unterscheiden sich die Videoarten vor allem so:

  • Social-Media-Clip: ein Setting, kurze Formate, meist im Hochformat
  • Produktvideo: ein Drehtag, Produkt im Detail, oft mit Grafik
  • Kundenstimme oder Testimonial: Interview beim Kunden plus ergänzende Bilder
  • Recruiting-Video: echte Mitarbeitende, mehrere Schnittfassungen
  • Marken- oder Brand-Film im High-End-Bereich: mehrere Drehtage, Regie, Darsteller, komponierte Musik

Innerhalb jeder Videoart liegen Welten, etwa ein Drehtag gegenüber drei oder Stock-Musik gegenüber eigens komponierter Musik. Verlang deshalb ein Angebot, das Drehtage, Leistungen und Rechte einzeln ausweist.

Was kostet ein Drehtag mit professionellem Team?

Ein Drehtag mit professionellem Team ist der teuerste Einzelposten einer Videoproduktion, weil er die Tagessätze aller Beteiligten plus Technik und Reise bündelt.

Darin stecken Kamera, Regie, Ton, Licht und Assistenz, je nachdem, wie viele Leute am Set stehen und welche Technik nötig ist. Bei Drehs außerhalb kommen oft Reisekosten dazu. Deshalb ist ein zusätzlicher Drehtag selten nur ein bisschen teurer. Weil Drehtage der größte Kostenhebel sind, spart ein gutes Konzept, das effizient dreht, am meisten Geld. Lass dir im Angebot die Zahl der Drehtage und die Besetzung des Teams einzeln ausweisen.

Wie viel kostet Videoschnitt pro Stunde?

Professioneller Videoschnitt wird am österreichischen Markt üblicherweise über Schnitttage kalkuliert. Stundenpreise sind dort unüblich.

Wie viele Schnitttage ein Projekt braucht, hängt von Materialmenge, Zahl der Fassungen, Farbkorrektur, Sounddesign, Grafik und Korrekturschleifen ab. Ein aufwändig animierter Vorspann oder Motion Graphics können sogar mehr kosten als der Dreh selbst. Wer Schnittkosten senken will, legt vor dem Dreh fest, welche Fassungen gebraucht werden, und gibt Feedback gebündelt statt in vielen kleinen Runden. Frag im Angebot nach, wie viele Schnitttage kalkuliert sind und was eine zusätzliche Korrekturrunde kostet.

Wie verteilt sich das Budget einer Videoproduktion?

Grob entfallen 20 bis 30 Prozent auf die Vorproduktion, 40 bis 50 Prozent auf den Dreh und 30 bis 40 Prozent auf die Postproduktion.

Zur Vorproduktion gehören Konzept, Drehbuch, Storyboard, Planung und Location-Scouting. Beim Dreh fallen Team, Equipment, Licht, Ton, Darsteller und Locations an. Die Postproduktion bündelt Schnitt, Farbkorrektur, Sounddesign, Grafik und Korrekturschleifen. Ein häufiger Fehler ist, nur auf den Drehtag zu schauen: Vor- und Nachbereitung machen zusammen oft mehr als die Hälfte des Preises aus und entscheiden über gut oder mittelmäßig. Ein Angebot, das Konzept und Postproduktion nicht ausweist, ist unvollständig oder rechnet sie versteckt ein.

Warum sind Angebote für dasselbe Video so unterschiedlich?

Angebote für scheinbar dasselbe Video unterscheiden sich stark, weil Video kein standardisiertes Produkt ist und Drehtage, Team, Konzept und Postproduktion den Preis leicht verdreifachen können.

Ein Anbieter kalkuliert einen Drehtag mit Zwei-Personen-Team und Stock-Musik, ein anderer drei Drehtage mit Regie, Licht und eigens komponierter Musik. Beides kann Imagefilm heißen. Fair vergleichen kannst du nur Angebote mit gleichem Umfang: was vorbereitet, gedreht und bearbeitet wird, welche Filme, Längen und Formate du bekommst und welche Rechte, Korrekturen und Zusatzkosten gelten. Je genauer dein Briefing, desto vergleichbarer werden die Angebote.

Ist Videoproduktion in Graz günstiger als in Wien?

Videoproduktion in Graz ist kaum günstiger als in Wien, weil sich Tagessätze nach Können und Equipment richten.

Gute Teams reisen: Eine Wiener Crew dreht in Graz, eine Grazer Crew in Wien. Über Nebenkosten entstehen fast alle Unterschiede. Buchst du ein Team aus der anderen Stadt, kommen Anfahrt und eventuell Übernachtung dazu. Lokal zu produzieren spart diese Reisekosten, am kleineren Grazer Markt gibt es aber manchmal weniger Auswahl bei sehr spezialisierten Gewerken. Wähle deshalb nach Team und Arbeitsproben.

Kann ich mit kleinem Budget ein professionelles Video produzieren lassen?

Ja, mit kleinem Budget lässt sich ein fokussierter Clip mit einem Setting, einem Drehtag und einer klaren Botschaft professionell umsetzen.

Wichtig ist, das Format aufs Budget zuzuschneiden, statt einen großen Film halbherzig zu produzieren. Lieber eine Sache richtig als drei Dinge halb. Mit kleinem Budget heißt das: ein Ziel, eine Zielgruppe, ein Einsatzort und ein Team, das effizient dreht. Selten scheitert es am zu kleinen Budget. Häufiger landet Geld im falschen Format, oder der Aufwand ist so gering, dass das Ergebnis der Marke schadet statt nützt.

Wie viele Korrekturschleifen sind bei einer Videoproduktion üblich?

Bei einer Videoproduktion gelten am Markt zwei Korrekturrunden als üblich, und sie sollten im Angebot ausdrücklich stehen.

In der Regel kostet jede weitere Schleife extra, weil Schnitt und Farbkorrektur echte Arbeitszeit binden. Unbegrenzte Korrekturen sind unrealistisch. Je präziser und gebündelter dein Feedback in der ersten Runde ist, desto weniger Runden brauchst du und desto schneller ist dein Film fertig. Hilfreich ist, wenn intern eine Person das Feedback sammelt und Widersprüche klärt, bevor es an die Produktion geht.

Wie vermeide ich teure Nachträge bei einer Videoproduktion?

Teure Nachträge vermeidest du, indem du vor der Unterschrift Drehtage, Team, Schnittfassungen, Korrekturschleifen sowie Nutzungs- und Musikrechte schriftlich festlegst.

Ohne diese Klarheit wird das billigste Angebot oft teuer, sobald nach dem zweiten Drehtag Nachträge kommen. Prüf deshalb, ob Konzept und Postproduktion ausgewiesen sind, ob Liefertermin, Auflösung und Seitenverhältnisse wie 16:9, 9:16 und 1:1 festgelegt sind und wer für Musik- und Bildrechte haftet. Ein Angebot, das diese Punkte offenlegt, ist fast immer das ehrlichere, auch wenn es auf den ersten Blick teurer wirkt. Unklare Positionen klärst du vor Produktionsbeginn.

Warum beeinflussen Nutzungsrechte den Preis eines Videos?

Nutzungsrechte beeinflussen den Preis eines Videos, weil ein Einsatz nur auf der Website weniger Rechte braucht als bezahlte Anzeigen über mehrere Jahre.

Betroffen sind vor allem Musik, Darsteller und Bildmaterial: Lizenzfreie Musik ist günstiger als einlizenzierte oder eigens komponierte, und für Werbung brauchst du oft erweiterte Rechte. Kläre deshalb vor der Anfrage, wo und wie lange du das Video einsetzen willst. Ähnlich ist es bei den Fassungen: Drei Schnittversionen wie lang, kurz und Hochformat sind legitim, kosten aber jeweils Schnittzeit. Lass dir im Angebot bestätigen, welche Rechte für welche Kanäle und welchen Zeitraum enthalten sind. Wie weit eine Werknutzung reicht, regelt laut § 26 UrhG der Vertrag.

Wie viel Budget brauche ich für Videos für Social Ads?

Für Social Ads kalkulierst du ein Paket aus mehreren kurzen Formaten aus einem Drehtag statt eines einzelnen Hochglanzfilms.

Mehrere kurze, schnelle Clips schlagen bei Anzeigen einen teuren Hochglanzfilm, weil du Varianten testen und laufend austauschen kannst. Den Preis bestimmen die Zahl der Clips, der Drehaufwand und die Fassungen pro Clip. Wichtig ist, dass die Clips für Anzeigen gebaut sind: vertikal, mit der Kernaussage in den ersten Sekunden und verständlich ohne Ton. Für die Ausspielung der Anzeigen kommt Werbebudget dazu, das darin nicht enthalten ist.

Welche Angaben braucht eine Produktionsfirma für ein genaues Angebot?

Für ein genaues Angebot braucht eine Produktionsfirma vor allem vier Angaben: Ziel, Zielgruppe, Einsatzort und deinen Budgetrahmen.

Wer nur sagt „wir wollen halt ein Video“, bekommt eine breite Spanne, wer konkret wird, eine echte Zahl. Hilfreich sind außerdem der gewünschte Liefertermin, die benötigten Formate wie 16:9 für die Website oder 9:16 für Reels, die Zahl der möglichen Drehorte und die Frage, ob eigene Mitarbeiter vor der Kamera stehen. Je klarer dein Briefing, desto präziser die Kalkulation. Maze & Friends schlüsselt auf dieser Basis Drehtage, Leistungen und Rechte im Angebot einzeln auf.

Wird Videoproduktion durch KI günstiger?

KI beschleunigt einzelne Schritte einer Videoproduktion wie Transkripte, Untertitel oder Formatvarianten, die großen Kostenblöcke Drehtage, Team und Konzept bleiben aber bestehen.

Die Kosten entstehen vor allem dort, wo Menschen vor Ort arbeiten: am Set, in der Regie und in der Konzeption. Wer echte Menschen, Räume und Abläufe zeigen will, braucht weiterhin einen Dreh. Vollständig KI-generierte Clips sind möglich, zeigen aber nicht dein Team und deinen Betrieb und eignen sich eher für Illustrationen als für Filme, die Vertrauen aufbauen sollen. Spürbar wird KI daher am ehesten in der Postproduktion.

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Manuel Zellnig, Gründer und Geschäftsführer von Maze & Friends
Über den Autor
Manuel Zellnig
Gründer und Geschäftsführer, Maze & Friends

Manuel Zellnig baut seit 2018 Sichtbarkeit für Unternehmen: Imagefilm, Personal Branding, Performance Marketing und KI-Sichtbarkeit. Diplomierter Werbefachmann der Werbeakademie Wien, Bachelor Business Management der FH Kärnten, Autor des Fachbuchs „Mobile Apps zur Messung der Kundenzufriedenheit“ (2017) und Kreativexperte der Wirtschaftskammer Österreich in zwei Transformationsleitfäden. Er misst, bevor er empfiehlt, und schreibt hier über das, was in Projekten tatsächlich funktioniert.

Veröffentlichungen und Interviews: WKO-Transformationsleitfaden Druckereien · WKO-Transformationsleitfaden Floristik · Interview bei Ghezzo · „Heute“ über Wiener Start-ups

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