
Imagefilm-Kosten verständlich erklärt: die 7 Faktoren hinter dem Preis, drei typische Projektumfänge und wie du zu einem fairen Fixangebot kommst.
Kurz gesagt: Die Imagefilm-Kosten hängen vor allem von Drehtagen, Konzeption, Crew-Größe, Motion Design und Nutzungsrechten ab, nicht von der Filmlänge. Der Markt reicht vom Freelancer mit einem Drehtag bis zur Kampagnenproduktion mit mehreren Drehorten. Eine seriöse Zahl ist deshalb immer ein Fixangebot nach dem Briefing. Maze & Friends aus Wien erstellt es nach dem Erstgespräch, für genau dein Projekt.
„Was kostet ein Imagefilm?“ hören wir im Erstgespräch öfter als jede andere Frage. Online gibt es darauf meist nur vage Antworten, deshalb wird es hier konkret: drei Segmente am Markt, sieben Faktoren hinter dem Preis, drei typische Projektumfänge aus der Praxis und am Ende der Weg zum Fixangebot. Alle Bilder stammen aus Produktionen von Maze & Friends und zeigen, wie verschieden Imagefilme aussehen können.
Vom Studenten mit Kamera bis zur Filmproduktion mit 20-Personen-Crew ist am Markt alles vertreten. Nach Leistungsumfang sortiert, ergeben sich drei Segmente:


So oder ähnlich kommen diese Umfänge in unseren Projekten vor. Paketpreise nennen wir bewusst nicht, wir ordnen die Beispiele den drei Segmenten von oben zu. Was dein Projekt kostet, steht im Fixangebot nach dem Erstgespräch.
1 Drehtag beim Kunden, Konzept + Interviewleitfaden, Interview + B-Roll, 1 Hauptfilm (60–90 Sekunden) + 2 Social-Media-Cuts. Das passt für Mittelständler, die ein glaubwürdiges Unternehmensporträt für Website und LinkedIn brauchen, und liegt am Markt meist im unteren Mittelstands-Segment. Ein zweiter Drehort treibt den Preis nach oben. Bringst du den Interviewleitfaden fertig aus deinem Haus mit, sinkt er.

2 Drehtage, Storytelling-Konzept mit Kernbotschafts-Workshop, Hauptfilm + 5 Social Cuts + Fotoset vom Dreh. Gedacht für Unternehmen, die den Film als Fundament für Recruiting, Vertrieb oder Messe nutzen. Am Markt liegt dieser Umfang typischerweise im mittleren bis oberen Mittelstands-Segment. Teurer machen ihn der Workshop und der zweite Drehtag, günstiger eine einzige Location für beide Drehtage.
Mehrere Locations, Motion Graphics, Kampagnen-Paket inklusive 6 Monaten Content-Verwertung aus dem Drehmaterial. Das richtet sich an Marken, die aus einem Dreh ein halbes Jahr Sichtbarkeit ziehen wollen, und grenzt je nach Umfang ans Premium-Segment. Jede zusätzliche Location und die Motion Graphics heben den Preis. Dafür verteilt die Verwertung über Monate die Kosten auf viele Einsätze.

Sparen kannst du an: Drehtagen (gute Planung halbiert den Aufwand), Schauspielern (echte Mitarbeiter wirken glaubwürdiger) und exklusiver Musik.

Niemals sparen solltest du an: der Konzeption (ohne Strategie ist jeder Euro danach halb verloren), dem Ton (schlechter Ton wirkt billiger als schlechtes Bild) und der Verwertung. Ein Film, der nur auf der Website liegt, ist ein teures Denkmal. Arbeitet er in Ads, auf LinkedIn und im Vertrieb, wird daraus eine Investition.
Aus der Werkstatt: iSi Group: Imagefilm „iSi World“ · Lumitech: Unternehmensfilm aus einem Drehtag.
Was ein Imagefilm kostet, bestimmen vor allem Drehtage, Konzeption, Crew-Größe, Motion Design und Nutzungsrechte; eine seriöse Zahl ist ein Fixangebot nach Briefing.
Der Markt gliedert sich grob in drei Segmente. Im Einsteiger-Segment bekommst du einen Freelancer mit einem Drehtag und wenig Konzept. Im Mittelstands-Segment arbeitet ein erfahrenes Team mit Konzeption, Dreh und Postproduktion und liefert mehrere Formate für Website, Social Media und Anzeigen. Das Premium-Segment umfasst mehrere Drehtage und Locations, Schauspieler oder aufwändiges Motion Design. Vergleiche Angebote deshalb über den Leistungsumfang, die Endsumme allein sagt wenig. Bei Maze & Friends bekommst du nach dem Erstgespräch ein Fixangebot für genau dein Projekt.
Ein 3-Minuten-Imagefilm wird in der Regel nicht nach Laufzeit kalkuliert und liegt am Markt in denselben Segmenten wie kürzere Filme.
Den Preis bestimmen Drehtage, Konzeption, Crew und Postproduktion. Eine längere Fassung braucht allerdings eine Geschichte, die drei Minuten trägt, mehr Material und mehr Schnittzeit. Trotzdem taugt ein Preis pro Filmminute wenig. Ein kurzer Film mit aufwändigem Motion Design kann mehr kosten als ein langes Interview. Prüf vorher, ob du die drei Minuten wirklich brauchst. Für die Website reichen meist 60 bis 120 Sekunden, ergänzt um Schnitte von 15 bis 30 Sekunden für Social Media und Anzeigen.
Ein kompakter Imagefilm mit einem Drehtag ist der günstigste professionelle Umfang und liegt am Markt meist im unteren Mittelstands-Segment.
Typisch für diesen Umfang sind ein Konzept mit Interviewleitfaden, ein Drehtag beim Kunden mit Interview und ergänzenden Bildern aus Arbeit und Räumen, ein Hauptfilm von 60 bis 90 Sekunden und zwei Social-Media-Schnitte. Das passt für Mittelständler, die ein glaubwürdiges Unternehmensporträt für Website und LinkedIn brauchen. Noch günstiger wird es meist nur ohne Konzept. Genau dort solltest du aber nicht sparen, weil ohne Strategie jeder Euro danach halb verloren ist.
Der größte Kostentreiber bei einem Imagefilm ist die Zahl der Drehtage, weil jeder Drehtag Crew, Technik und Zeit bindet.
Je nach Projekt reicht der Umfang vom halben Drehtag bis zur Drehwoche. Mit jedem zusätzlichen Drehort steigen außerdem Anfahrt, Aufbau und Lichtplanung. Am meisten spart deshalb gute Vorbereitung. Ein durchdachtes Konzept mit klarem Drehplan kann den Drehaufwand halbieren, ohne dass der Film schlechter wird. Danach folgen als Preisfaktoren Konzeption, Crew-Größe, Motion Design, Musiklizenzen und die Zahl der Verwertungsformate, also zusätzliche Fassungen wie Reels im Hochformat oder Anzeigenvarianten.
Grob berechnest du die Kosten eines Imagefilms, indem du ihn in Bausteine zerlegst: Konzeption, Drehtage mit Crew, Postproduktion, Extras und die benötigten Formate.
Leg zuerst fest, wie viele Drehtage und Drehorte nötig sind, denn das ist der größte Posten, und ergänze danach Extras wie Motion Design, Schauspieler oder exklusive Musik. Zum Schluss bestimmst du die Fassungen, etwa 16:9 für die Website und 9:16 für Reels, weil jede Variante Schnittzeit kostet. Online-Kostenrechner liefern dabei nur Richtwerte. Einen Fixpreis für genau dein Projekt bekommst du bei seriösen Anbietern, auch bei Maze & Friends, erst nach einem Erstgespräch.
Teurer wird ein Imagefilm vor allem durch Motion Design, zusätzliche Drehorte, Schauspieler, exklusive Musik mit Werbelizenz und Luftaufnahmen.
Eingeblendete Zahlen, animierte Logos oder 3D sind ein eigener Posten im Angebot, geben dem Film aber oft erst den professionellen Eindruck. Jeder weitere Drehort bringt Anfahrt, Aufbau, Licht und eventuell Miete oder Genehmigungen mit sich. Für Drohnenaufnahmen braucht es ein passendes Wetterfenster, und der Betreiber der Drohne muss nach den EU-Drohnenregeln bei Austro Control registriert sein. Je nach Drehort kommen Auflagen oder Flugbeschränkungen dazu, etwa in Flugverbotszonen, die Austro Control auf dronespace.at ausweist. Das gehört von Anfang an in die Planung. Lass dir solche Positionen im Angebot einzeln ausweisen. Dann siehst du, welche Extras dein Ziel wirklich unterstützen und welche nur gut aussehen.
Für die meisten Imagefilme reichen eigene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, und sie wirken in der Regel glaubwürdiger als Schauspieler.
Ins Premium-Segment gehören typischerweise Darsteller, weil Gagen, Auswahl und eine aufwändigere Inszenierung dazukommen. Echte Menschen aus deinem Unternehmen zeigen dagegen, wer tatsächlich hinter der Leistung steht. Damit das funktioniert, braucht es Vorbereitung: einen Interviewleitfaden, ruhige Drehorte mit gutem Licht und eine Regie, die Menschen vor der Kamera sicher führt. Schauspieler lohnen sich vor allem für szenische Geschichten, die sich mit dem eigenen Team nicht umsetzen lassen.
Sparen lässt sich bei Drehtagen, Schauspielern und exklusiver Musik. Konzeption, Ton und Verwertung sind dagegen die falschen Stellen.
Gute Planung reduziert die Drehtage deutlich, echte Mitarbeiter ersetzen Darsteller, und auf eine eigens komponierte Musik kannst du meist verzichten. Am Konzept zu sparen ist dagegen teuer, weil der Film ohne Strategie kaum eine Aufgabe erfüllt. Beim Ton gilt: Schlechter Ton wirkt billiger als ein schlechtes Bild. Und an der Verwertung zu sparen heißt, aus demselben Dreh weniger Fassungen für Anzeigen, LinkedIn und Vertrieb zu ziehen, also genau das Material, mit dem der Film später arbeitet.
Bei einem Freelancer liegt ein Imagefilm am Markt meist im Einsteiger-Segment: ein Drehtag, wenig bis kein Konzept, ein Hauptfilm.
Das funktioniert, wenn du genau weißt, was du willst, und Botschaft, Ablauf und Einsatzorte selbst vorgibst. Häufig scheitern solche Projekte aber an Strategie und Verwertbarkeit: Es entstehen schöne Bilder, aber kein Film mit klarer Aufgabe, der in mehreren Formaten weiterarbeitet. Agenturen und erfahrene Teams liegen im Mittelstands-Segment, weil dort Konzeption, Postproduktion und mehrere Formate dazugehören. Vergleiche deshalb immer den Leistungsumfang, nicht nur die Endsumme.
Ein Imagefilm im Premium-Segment lohnt sich, wenn mehrere Drehtage und Locations, Schauspieler, aufwändiges Motion Design oder eine Kampagnen-Einbettung einem klaren Ziel dienen.
Typisch ist ein Film als Fundament einer Kampagne: mehrere Drehorte, Motion Graphics und ein Paket, das aus dem Drehmaterial über Monate Inhalte liefert. Wer aus einem Dreh ein halbes Jahr Sichtbarkeit ziehen will, verteilt die Kosten auf viele Einsätze. Nicht gerechtfertigt ist der Aufpreis, wenn er nur Effekte oder Prestige bezahlt. Prüf deshalb immer, ob der zusätzliche Aufwand bei deiner Zielgruppe tatsächlich mehr bewirkt.
Ein Imagefilm rechnet sich, wenn er laufend arbeitet: in Anzeigen, auf LinkedIn, im Vertrieb und im Recruiting.
Die Verwertung entscheidet über den tatsächlichen Return on Investment, also das Verhältnis von Kosten zu Wirkung. Plane deshalb schon im Konzept mehrere Formate aus einem Dreh: den Hauptfilm in 16:9, Reels in 9:16, quadratische Schnitte in 1:1 und Varianten für Anzeigen. Damit verteilen sich die Produktionskosten auf viele Einsätze statt auf einen einzigen Platz. Hängt der Film nur auf der Startseite, bleibt er ein teures Denkmal.
Ob ein Imagefilm in Österreich förderbar ist, hängt von Bundesland und Programm ab, manche Digitalisierungs-Förderungen können Videoproduktion einschließen.
Weil sich die Bedingungen regelmäßig ändern, prüf vor der Auftragsvergabe die aktuellen Programme deines Bundeslandes, etwa in der Förderdatenbank der WKO, oder frag bei der Wirtschaftskammer nach. Den Antrag stellst du laut Wirtschaftskammer Wien vor Projektbeginn (Stand September 2024). Für eine Einreichung brauchst du in der Regel ein detailliertes Angebot, aus dem Umfang, Leistungen und Kosten klar hervorgehen. Plane eine mögliche Förderung höchstens als Bonus ein. Der Film muss sich auch ohne Zuschuss für dein Ziel lohnen.
Musik beeinflusst die Kosten eines Imagefilms spürbar: Lizenzfreie Musik ist günstig, exklusive Kompositionen und Werbelizenzen kosten mehr.
Es kommt darauf an, wo der Film laufen soll. Sobald du ihn als bezahlte Werbung ausspielst, muss die Musiklizenz diese Nutzung ausdrücklich abdecken, denn wie weit eine Werknutzung reicht, regelt laut § 26 UrhG der Vertrag mit dem Urheber. Kläre deshalb vor der Produktion, auf welchen Kanälen und wie lange du den Film einsetzen willst, und lass dir die Lizenzbedingungen im Angebot bestätigen. Vor allem dann lohnt sich eine exklusive Komposition, wenn die Musik dauerhaft Teil deines Markenauftritts werden soll. Für einen Film, der hauptsächlich auf Website und LinkedIn läuft, reicht oft gut ausgewählte lizenzierte Musik.
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Manuel Zellnig baut seit 2018 Sichtbarkeit für Unternehmen: Imagefilm, Personal Branding, Performance Marketing und KI-Sichtbarkeit. Diplomierter Werbefachmann der Werbeakademie Wien, Bachelor Business Management der FH Kärnten, Autor des Fachbuchs „Mobile Apps zur Messung der Kundenzufriedenheit“ (2017) und Kreativexperte der Wirtschaftskammer Österreich in zwei Transformationsleitfäden. Er misst, bevor er empfiehlt, und schreibt hier über das, was in Projekten tatsächlich funktioniert.
Veröffentlichungen und Interviews: WKO-Transformationsleitfaden Druckereien · WKO-Transformationsleitfaden Floristik · Interview bei Ghezzo · „Heute“ über Wiener Start-ups