Kameramann mit Gimbal im Gegenlicht beim Dreh am Wasser, Silhouette im Sonnenuntergang, Produktion von Maze & Friends

Was Imagevideo und Werbevideo unterscheidet

Imagevideo, Imagefilm oder Werbevideo? Die Unterschiede an fünf Merkmalen und eine einfache Logik, welches Video dein Unternehmen zuerst braucht.

Manuel Zellnig
October 20, 2026

Kurz gesagt: Ein Imagevideo, auch Imagefilm genannt, ist ein Film, der Vertrauen in dein Unternehmen als Ganzes aufbaut. Ein Werbevideo verkauft dagegen etwas Konkretes wie ein Produkt, ein Angebot oder eine Aktion und ist auf schnelle Handlung optimiert. Die Faustregel: Imagefilm = „Warum uns?“, Werbevideo = „Warum das, jetzt?“. Die meisten Unternehmen brauchen beides, aber fast nie im selben Film. Maze & Friends aus Wien produziert beide Formate.

Wer zum ersten Mal Bewegtbild beauftragt, stolpert über viele Begriffe: Imagevideo, Imagefilm, Werbevideo, Werbefilm, Unternehmensfilm, Firmenvideo, Produktvideo, Recruiting-Video. Anbieter verwenden die Wörter unterschiedlich, und je nach Suchbegriff bekommst du völlig verschiedene Angebote. Bestellst du ein Werbevideo, brauchst aber einen Imagefilm (oder umgekehrt), gibst du Geld für das falsche Werkzeug aus. Hier sortieren wir die Begriffe, zeigen die Unterschiede an fünf Merkmalen und geben dir eine einfache Entscheidungslogik.

Gründerfigur und Storyboard in einer inszenierten Markenfilmszene
KI-Illustration: Gründerfigur und Storyboard in einer inszenierten Markenfilmszene.

Was Imagevideo, Imagefilm und Werbevideo meinen

Begriff Was gemeint ist Typische Länge Lebensdauer
Imagevideo / Imagefilm Porträt des Unternehmens: Haltung, Menschen, Leistung 90–180 Sek. 2–4 Jahre
Unternehmensfilm / Firmenvideo Oberbegriff für alle Filme, die ein Unternehmen über sich selbst zeigt; oft gleichbedeutend mit Imagefilm verwendet 90–180 Sek. 2–4 Jahre
Werbevideo / Werbefilm Verkauft ein konkretes Produkt, Angebot oder eine Aktion 15–60 Sek. Kampagnendauer
Produktvideo Zeigt ein Produkt im Detail: Funktion, Nutzen, Anwendung 30–120 Sek. Produktlebenszyklus
Recruiting-Video Zeigt das Unternehmen als Arbeitgeber 60–120 Sek. 2–3 Jahre

Zwei Klarstellungen lösen in der Praxis die meiste Verwirrung auf.

„Imagevideo“ und „Imagefilm“ meinen im Kern dasselbe. „Imagefilm“ ist der ältere, im DACH-Raum etabliertere Begriff, „Imagevideo“ die jüngere, digital geprägte Variante. Manche verstehen unter einem Imagevideo die kürzere Web-Variante, eine feste Norm dafür gibt es nicht. Wer dir für ein „Imagevideo“ etwas grundlegend anderes verkaufen will als für einen „Imagefilm“, verkauft Begriffe. Alles Inhaltliche dazu steht in unserem Grundlagenbeitrag Was ist ein Imagefilm?

Der echte Unterschied verläuft zwischen Image und Werbung. Er betrifft Ziel, Tonalität, Länge, Ausspielung und Erfolgsmessung.

Imagefilm, Imagevideo oder Werbevideo? – Imagefilm: Identität und Vertrauen filmisch vermitteln. Imagevideo: Oft eine kompakte Darstellung der Marke; Begriff nicht normiert. Werbevideo: Ein konkretes Angebot und die gewünschte Handlung fokussieren.
Redaktionelle Grafik: Imagefilm, Imagevideo oder Werbevideo?

Der Unterschied zwischen Imagevideo und Werbevideo in fünf Merkmalen

1. Das Ziel. Der Imagefilm baut Vertrauen auf. Er beantwortet „Wer seid ihr, und warum sollte ich euch glauben?“. Das Werbevideo löst Handlung aus: „Kauf das, buch das, klick hier, jetzt“. Für Vertrauen braucht es Zeit und Substanz, für Handlung Zuspitzung und einen Anlass.

2. Der Zeithorizont. Ein guter Imagefilm arbeitet jahrelang, auf der Website, im Vertrieb, auf Messen, in Pitches. Ein Werbevideo lebt so lange wie die Kampagne, also Wochen bis wenige Monate, und wird dann durch das nächste ersetzt. Deshalb rechtfertigt der Imagefilm höheren Produktionsaufwand pro Film. Beim Werbevideo zählt Serienfähigkeit: viele Varianten, schnell produziert, laufend getestet.

3. Die Erzählhaltung. Der Imagefilm zeigt und belegt, mit Menschen, Arbeit und Ergebnissen. Zu dem Schluss, dass er es hier mit Könnern zu tun hat, kommt der Zuschauer selbst. Das Werbevideo behauptet und fordert. Es darf zuspitzen, verknappen, direkt auffordern. Im Imagefilm zerstört diese Tonalität alles: Ein Unternehmensporträt, das klingt wie ein Angebot, wirkt wie ein Verkäufer, der beim Kennenlernen das Bestellformular zückt.

4. Die Ausspielung. Der Imagefilm wohnt dort, wo Menschen sich bewusst informieren: Website, YouTube, Vertriebstermine, Messen. Das Werbevideo wohnt im Anzeigensystem, in Social Ads, YouTube-Pre-Rolls und Performance-Kampagnen. Dort muss es Aufmerksamkeit in Sekunden gewinnen, meist ohne Ton und immer gegen Konkurrenz im Feed. Wie knapp das Zeitfenster ist, zeigt die Übersicht der Videoanzeigenformate in der Google-Ads-Hilfe: Überspringbare Anzeigen auf YouTube lassen sich nach 5 Sekunden wegklicken, nicht überspringbare sind höchstens 60 Sekunden lang.

5. Die Erfolgsmessung. Beim Werbevideo ist sie direkt. Klicks, Kosten pro Anfrage und Abschlüsse liefert jede Kampagne. Beim Imagefilm ist sie indirekt, aber real: Verweildauer auf der Website, Gesprächsqualität im Vertrieb („die wussten schon, wer wir sind“), Abschlussquoten über Zeit. Wer vom Imagefilm Kampagnen-Kennzahlen verlangt, misst das falsche Werkzeug am falschen Maßstab. Und wer beim Werbevideo keine misst, verbrennt Budget.

Vor der Produktion entscheiden – Eine vorrangige Kommunikationsaufgabe Eine klar umrissene Zielgruppe Ein konkreter Verbreitungsweg Eine passende Handlungsaufforderung Ein sinnvoller Maßstab für die Wirkung
Redaktionelle Grafik: Vor der Produktion entscheiden.

Welches Video brauchst du zuerst?

Fast immer genügen drei Fragen:

1. Kennt deine Zielgruppe dich schon?
Fragen Interessenten regelmäßig, wer ihr eigentlich seid und ob man euch trauen kann → Imagefilm zuerst. Werbevideos für einen Absender ohne Vertrauensbasis konvertieren schlecht, weil der Klick auf eine Marke führt, die nichts belegt.

2. Hast du ein konkretes, zeitkritisches Angebot?
Produktlaunch, Aktion, Eventtickets, saisonales Geschäft → Werbevideo(s), schlank produziert, in mehreren Varianten zum Testen. Ein Imagefilm ist hierfür zu langsam und zu teuer pro Botschaft.

3. Willst du Mitarbeiter statt Kunden erreichen?
Dann brauchst du ein Recruiting-Video. Bewerber sind eine eigene Zielgruppe mit eigenen Fragen, umgeschnittenes Kundenmaterial beantwortet sie nicht.

In der Praxis ergibt sich daraus meist eine Reihenfolge statt eines Entweder-oder: zuerst das Fundament (Imagefilm), dann die Serie (Werbevideos), die auf diesem Vertrauen aufbaut. Produktionsseitig lässt sich das verzahnen. Ein gut geplanter Imagefilm-Dreh liefert Material, aus dem sich später Werbe- und Social-Schnitte ziehen lassen, sofern das von Anfang an mitgedacht wird. Genau daran scheitern nachträgliche Wünsche am häufigsten, denn ein Film, der nicht für Varianten gedreht wurde, lässt sich nicht sinnvoll in Anzeigen zerlegen.

Erst das Ziel, dann das Videoformat – Aufgabe: Vertrauen, Erklärung oder unmittelbare Handlung? Publikum: Was wissen die Zuschauer bereits? Einsatz: Website, Vertrieb, Event oder Kampagne? Format: Länge und Inszenierung passend wählen.
Redaktionelle Grafik: Erst das Ziel, dann das Videoformat.

Was kosten Imagevideo und Werbevideo?

Die Preislogik folgt dem Zeithorizont. Der Imagefilm ist die größere Einmalinvestition (mehr Konzeption, mehr Drehaufwand, höherer Anspruch an jede Einstellung), das Werbevideo die kleinere, aber wiederkehrende (Serienproduktion für Kampagnen). Bei beiden treiben dieselben Posten den Preis: Drehtage, Schnittfassungen, Musikrechte und Animationsanteile. Maze & Friends produziert beide Formate im Rahmen der Videoproduktion und legt nach dem Erstgespräch ein Fixangebot vor.

Ein Kostensignal aus dem Markt zur Einordnung: Für den Suchbegriff „Werbevideo“ zahlen Anbieter in Google Ads Klickpreise um 13 Euro, bei „Imagefilm“ um 8 Euro (Österreich, Stand 2026). Hinter beiden Begriffen stehen echte Budgets, entsprechend real ist der Wettbewerb um diese Suchanfragen. Umso wichtiger ist es, vor der Anfrage zu wissen, welches der beiden Werkzeuge du brauchst. Sonst vergleichst du Angebote, die nicht vergleichbar sind.

Kamerarig im industriellen Umfeld eines iSi-Projekts von Maze & Friends.
Kamerarig im industriellen Umfeld eines iSi-Projekts von Maze & Friends.

Erst klären, was fehlt

Imagevideo und Imagefilm sind dasselbe Werkzeug für Vertrauen, das Werbevideo ist das Werkzeug für eine konkrete Handlung. Kläre vor jeder Anfrage, ob dir Vertrauen oder Nachfrage fehlt. Und plane den Dreh so, dass aus dem Imagefilm später Werbe- und Social-Schnitte entstehen können.

Aus der Werkstatt: Exclusive Home: Kinospot · Sumetzberger: Werbespots.

Häufige Fragen

Was ist ein Imagevideo?

Ein Imagevideo ist ein Film, der dein Unternehmen als Ganzes porträtiert und Vertrauen aufbaut. Ein einzelnes Angebot verkauft es nicht.

Es beantwortet die Frage „Wer seid ihr, und warum sollte ich euch glauben?“ und zeigt dafür Haltung, Menschen, Arbeit und Ergebnisse. Typisch sind 90 bis 180 Sekunden. Ein Imagevideo läuft dort, wo Menschen sich bewusst informieren: auf der Website, auf YouTube, in Vertriebsterminen, auf Messen und in Pitches. Fachlich ist es dasselbe wie ein Imagefilm.

Ist ein Imagevideo dasselbe wie ein Imagefilm?

Ja. Beide Begriffe bezeichnen fachlich einen Film, der das Unternehmen als Ganzes porträtiert und Vertrauen aufbaut.

„Imagefilm“ ist der ältere, im DACH-Raum etabliertere Begriff, „Imagevideo“ die jüngere, digital geprägte Variante. Manche Anbieter meinen mit Imagevideo eine kompaktere Fassung, eine Norm dafür gibt es aber nicht. Wer dir für ein Imagevideo etwas grundlegend anderes verkaufen will als für einen Imagefilm, verkauft Begriffe. Kläre lieber Länge, Einsatzort, Formate und Budget als das Wort. Der echte Unterschied verläuft ohnehin zwischen Image und Werbung.

Was ist ein Werbevideo?

Ein Werbevideo, auch Werbefilm genannt, verkauft etwas Konkretes wie ein Produkt, ein Angebot oder eine Aktion und ist auf schnelle Handlung optimiert.

Es fordert direkt auf: kaufen, buchen, klicken, jetzt. Typisch sind 15 bis 60 Sekunden, ausgespielt im Anzeigensystem, also in Social Ads, als Werbeclip vor YouTube-Videos oder in Performance-Kampagnen. Dort muss es Aufmerksamkeit in Sekunden gewinnen, meist ohne Ton und immer gegen Konkurrenz im Feed. Nach der Kampagne wird es durch das nächste ersetzt. Deshalb zählt Serienfähigkeit: viele Varianten, schnell produziert, laufend getestet.

Was ist der Unterschied zwischen Imagevideo und Werbevideo?

Ein Imagevideo baut über Jahre Vertrauen in dein Unternehmen auf, ein Werbevideo löst während einer Kampagne eine konkrete Handlung aus.

Der Unterschied zeigt sich an fünf Merkmalen:

  • Ziel: Vertrauen beim Imagevideo, sofortige Handlung beim Werbevideo.
  • Zeithorizont: mehrere Jahre gegenüber der Dauer einer Kampagne.
  • Erzählhaltung: zeigen und belegen gegenüber zuspitzen und auffordern.
  • Ausspielung: Website, Vertrieb und Messe gegenüber dem Anzeigensystem.
  • Erfolgsmessung: indirekt über Zeit gegenüber direkt über Klicks und Anfragen.

Wer die beiden Werkzeuge verwechselt, gibt Geld für die falsche Wirkung aus.

Was ist der Unterschied zwischen Werbevideo und Produktvideo?

Ein Produktvideo erklärt ein Produkt mit Funktion, Anwendung und Nutzen. Ein Werbevideo verkauft es zugespitzt und für die Dauer einer Kampagne.

Produktvideos laufen oft auf Produktseiten und im Vertrieb, sind meist 30 bis 120 Sekunden lang und bleiben so lange im Einsatz wie das Produkt selbst. Werbevideos sind auf eine einzige Handlung hin gebaut und werden nach der Kampagne ersetzt. Aus einem guten Produktvideo lassen sich viele kurze, zugespitzte Werbeschnitte ziehen. Umgekehrt klappt das nicht. Ein kurzer Werbespot ergibt keine verständliche Produkterklärung.

Kann ein Video Imagefilm und Werbevideo gleichzeitig sein?

Praktisch nie, weil sich die Ziele widersprechen.

Vertrauensaufbau braucht Ruhe und Belege, Verkauf braucht Zuspitzung und Aufforderung. Sehr gut funktioniert dagegen ein Imagefilm-Dreh, der von Anfang an so geplant ist, dass daraus zusätzlich kurze Werbe- und Social-Schnitte entstehen. Aus einem Materialpool werden so mehrere Werkzeuge, und jedes bleibt es selbst. Auf das „von Anfang an“ kommt es an, denn ein Film, der nicht für Varianten gedreht wurde, lässt sich später kaum sinnvoll in Anzeigen zerlegen. Nenn deshalb schon im Briefing die Werbeformate, die du brauchst.

Darf ein Imagevideo Angebote, Preise oder Kaufaufforderungen enthalten?

Besser nicht. Diese Tonalität untergräbt das Vertrauen, das der Film aufbauen soll.

Ein Unternehmensporträt, das klingt wie ein Angebot, wirkt wie ein Verkäufer, der beim Kennenlernen das Bestellformular zückt. Der Imagefilm zeigt und belegt mit Menschen, Arbeit und Ergebnissen und lässt die Zuschauer selbst zu dem Schluss kommen, dass sie es mit Könnern zu tun haben. Rabatte, Aktionen und Preise gehören in Werbevideos, die auf diesem Vertrauen aufbauen. Für ein konkretes Angebot produzierst du ein eigenes Werbevideo.

Wann ist ein Werbevideo die bessere Wahl als ein Imagefilm?

Bei Produktlaunch, Aktion, Eventtickets oder saisonalem Geschäft, also immer dann, wenn ein konkretes Angebot schnell Nachfrage braucht.

Für solche Anlässe ist ein Imagefilm zu langsam und pro Botschaft zu teuer. Besser sind schlank produzierte Werbevideos in mehreren Varianten, die du in Anzeigen gegeneinander testest. Eine gewisse Vertrauensbasis setzen sie allerdings voraus. Werbevideos eines Absenders, der nichts über sich belegt, bringen wenig Anfragen oder Käufe, weil der Klick auf eine Marke führt, die Fragen offenlässt. Fragen Interessenten regelmäßig, wer dein Unternehmen eigentlich ist, kommt der Imagefilm zuerst.

Womit sollten wir bei wenig Budget anfangen?

Meist mit einem schlank produzierten, ehrlichen Imagefilm, weil er jahrelang arbeitet und jedes spätere Werbevideo wirksamer macht.

Die Entscheidung hängt an einer Frage: Fehlt euch Vertrauen oder fehlt euch Nachfrage für ein konkretes Angebot? Fehlt Vertrauen, kommt zuerst das Fundament. Fehlt nur die Nachfrage für einen klaren Anlass, kommen zuerst Werbevideos. Am teuersten ist fast immer der Versuch, mit halbem Budget beides gleichzeitig zu machen. Heraus kommt dann leicht ein Film, der weder überzeugend Vertrauen aufbaut noch verkauft.

Wie lang sollte ein Werbevideo sein?

So kurz, wie die Botschaft es erlaubt: 15 bis 30 Sekunden für Social Ads, bis 60 Sekunden bei erklärungsbedürftigen Angeboten.

In der ersten Sekunde entscheidet sich, ob jemand weiterschaut. Die Kernaussage gehört deshalb an den Anfang. Für Anzeigen sind außerdem das vertikale Format und Verständlichkeit ohne Ton Pflicht, weil Werbevideos im Feed meist stumm laufen. Plane lieber mehrere kurze Varianten mit unterschiedlichem Einstieg als eine lange Fassung. Dann kannst du testen, welche Version am besten funktioniert.

Wie lange kann man ein Imagevideo nutzen?

Ein gut gemachtes Imagevideo zwei bis vier Jahre, ein Werbevideo meist nur für die Dauer einer Kampagne.

Wegen dieses langen Zeithorizonts ist beim Imagefilm ein höherer Produktionsaufwand pro Film gerechtfertigt. Er arbeitet über Jahre auf der Website, im Vertrieb, auf Messen und in Pitches. Ein Werbevideo wird nach Wochen bis wenigen Monaten durch das nächste ersetzt, deshalb zählen dort Tempo und Varianten mehr als Perfektion. Erneuern solltest du ein Imagevideo spätestens, wenn sich Team, Standort, Angebot oder Auftritt sichtbar verändert haben.

Woran misst man den Erfolg eines Werbevideos?

Direkt über Klicks, Kosten pro Anfrage und Abschlüsse, denn jede Kampagne liefert diese Zahlen.

Wer bei Werbevideos keine Kennzahlen auswertet, verbrennt Budget, weil er nicht erkennt, welche Variante funktioniert. Beim Imagevideo ist die Messung indirekt, aber real: Verweildauer auf der Website, Vertriebsgespräche, in denen Interessenten schon wissen, wer dein Unternehmen ist, und Abschlussquoten über längere Zeit. Kampagnenkennzahlen passen für einen Imagefilm nicht. Leg vor der Produktion fest, welcher Maßstab für welches Video gilt.

Wie viel kostet ein Werbevideo im Vergleich zu einem Imagevideo?

Ein einzelnes Werbevideo kostet meist weniger als ein Imagevideo. Es wird aber in Serie produziert und ist damit eine kleinere, dafür wiederkehrende Investition.

Das Imagevideo ist die größere Einmalinvestition mit mehr Konzeption, mehr Drehaufwand und höherem Anspruch an jede Einstellung, weil es jahrelang arbeitet. Beim Werbevideo zählen Varianten, die schnell produziert und laufend getestet werden. Den Preis treiben bei beiden Drehtage, die Zahl der Schnittfassungen, Musikrechte und Animationsanteile. Vergleiche Angebote nur, wenn sie dasselbe Werkzeug beschreiben, sonst stellst du Preise für unterschiedliche Leistungen nebeneinander.

Worauf sollte ich achten, wenn ich ein Imagevideo erstellen lassen will?

Kläre zuerst Aufgabe, Zielgruppe, Einsatzort und Erfolgsmaßstab. Vergleiche dann nur Angebote mit gleichem Leistungsumfang.

Anbieter verwenden die Begriffe unterschiedlich, deshalb bekommst du je nach Suchbegriff für scheinbar dasselbe Video ganz verschiedene Angebote. Beschreib konkret, was du brauchst: Länge, Einsatzorte, Lebensdauer und Formate. Sag gleich, ob aus dem Dreh später Werbe- und Social-Schnitte entstehen sollen, denn das muss beim Dreh mitgedacht werden. Achte außerdem darauf, dass das Konzept zeigt und belegt. Menschen, Arbeit und Ergebnisse überzeugen mehr als Behauptungen.

Kann man ein Imagevideo mit KI erstellen?

KI-Werkzeuge erzeugen aus Fotos oder Texten kurze Clips. Ein glaubwürdiges Imagevideo ersetzen sie nicht, weil es von echten Menschen und echter Arbeit lebt.

Ein Imagevideo soll belegen, dass hinter deinem Unternehmen Könner stehen. Generierte Szenen zeigen niemanden aus deinem Team und keinen echten Ort. Sinnvoll ist KI als Unterstützung in der Produktion, etwa für Transkripte, Untertitel oder Formatanpassungen. Setzt du KI-generierte, realistisch wirkende Bilder ein, kennzeichne sie offen. Die Transparenzregeln des KI-Gesetzes der EU gelten seit August 2026 und verlangen das für Deepfakes ausdrücklich.

Nächster Schritt

Du willst wissen, was davon für dein Unternehmen passt? In 30 Minuten klären wir das gemeinsam. Kostenlos und unverbindlich.

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Manuel Zellnig, Gründer und Geschäftsführer von Maze & Friends
Über den Autor
Manuel Zellnig
Gründer und Geschäftsführer, Maze & Friends

Manuel Zellnig baut seit 2018 Sichtbarkeit für Unternehmen: Imagefilm, Personal Branding, Performance Marketing und KI-Sichtbarkeit. Diplomierter Werbefachmann der Werbeakademie Wien, Bachelor Business Management der FH Kärnten, Autor des Fachbuchs „Mobile Apps zur Messung der Kundenzufriedenheit“ (2017) und Kreativexperte der Wirtschaftskammer Österreich in zwei Transformationsleitfäden. Er misst, bevor er empfiehlt, und schreibt hier über das, was in Projekten tatsächlich funktioniert.

Veröffentlichungen und Interviews: WKO-Transformationsleitfaden Druckereien · WKO-Transformationsleitfaden Floristik · Interview bei Ghezzo · „Heute“ über Wiener Start-ups

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